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Der SV Kaltern zählt heuer zu den Favoriten auf den Titel. © Social Media / SV Kaltern

Start der IHL: Prominente Namen und viel Brisanz

In der ICE Hockey League und der Alps Hockey League laufen die Motoren bereits auf Betriebstemperaturen. An diesem Wochenende hat auch für die Cracks der Italian Hockey League das Warten ein Ende. Klar ist: Die Liga hat einiges zu bieten.

Die Italian Hockey League war in den vergangenen Jahren eine Südtiroler Domäne. 2018 holte sich der HC Eppan den Titel, 2019 und 2021 stand der SV Kaltern ganz oben, im Vorjahr krönte sich der HC Unterland zum Meister. Unterbrochen wurde diese Serie nur von der Corona-Pandemie, die 2020 für einen vorzeitigen Abbruch der Meisterschaft sorgte. Folgt in diesem Jahr der fünfte Streich?


Fakt ist, dass heuer eine Südtiroler Mannschaft weniger eingeschrieben ist. Weil der HC Unterland den Sprung in die Alps Hockey League gemacht hat, sind in der IHL mit dem SV Kaltern, dem HC Eppan, dem HC Brixen und dem HC Toblach vier heimische Teams am Start. Insgesamt nehmen zehn Formationen an der Meisterschaft teil. Bei den vier Südtiroler Mannschaften hat es einige interessante Veränderungen gegeben.

SV Kaltern
Die Hechte haben eine turbulente Saison hinter sich, in der sie bereits im Viertelfinale am HC Toblach gescheitert sind. In Erinnerung bleibt dabei vor allem ein kurioser Trainerwechsel: Vor dem alles entscheidenden siebten Duell gegen die Pusterer wurde Coach Troy Barnes gefeuert, seinen Posten übernahm die Kalterer Trainerlegende Karl Anderlan. Das Aus konnte auch er nicht verhindern. Im Sommer hat sich beim KSV einiges getan.

Bastian Andergassen (vorne), langjährige Stütze des SV Kaltern. © Social Media / SV Kaltern


Neuer Mann an der Bande ist Jan Prochazka, der auch schon zwei Jahre lang Trainer bei den Falcons Brixen in der IHL tätig war. Ebenfalls wieder dabei ist Marko Virtala, der nach einem einjährigen Intermezzo bei Brest wieder im Südtiroler Überetsch dem Puck nachjagt. Er trifft auf seinen Bruder Teemu, der gleichzeitig als Assistenztrainer fungiert. Zudem luchste man Ligakonkurrent Valdifiemme Gabriel Vinatzer ab: Er war beim Vorjahresfinalisten der Topskorer (54 Punkte in 38 Spielen). Mit dieser Mannschaft zählen die Hechte wieder zu den Favoriten.
HC Toblach
So etwas nennt man geglückte Premiere. Der HC Toblach hat in seinem ersten Jahr in der IHL prompt auf voller Linie überzeugt und musste erst im Halbfinale die Segel streichen. Die Icebears haben also gezeigt, dass sie großes Potenzial haben – vor allem, weil das neue Ausländerduo (in der IHL dürfen maximal zwei Ausländer eingesetzt werden, Tormann ausgenommen) große Unterhaltung verspricht.

Hector Majul stürmt künftig für Toblach.


Adam Capannelli spielte bei Varese (IHL) im Vorjahr seine erste Profisaison und skorte in elf Spielen 20 Mal. Und Hector Majul hat sich in Italien sowieso schon einen Namen gemacht: Er stammt aus Mexiko, hat eine besondere Geschichte hinter sich ( hier lesen Sie mehr) und bewies in den vergangenen Jahren bei Como sein großes Können (im Vorjahr in 22 Spielen 40 Punkte). Vorerst nicht dabei sind die ehemaligen HC-Pustertal-Cracks Danny Elliscasis, Alex Obermair und Viktor Schweitzer.
HC Eppan
Die Piraten aus dem Überetsch erlebte eine wahre Seuchensaison. Dabei waren die Vorzeichen nicht schlecht. Mit Johan Akerman konnte die Vereinsführung einen wahren Star als Trainer verpflichten. Doch lange Niederlagenserien, coronabedingte Ausfälle und schließlich auch Trainer Akerman, der sich mitten in der Saison in Richtung DEL verabschiedete, sorgten dafür, dass es ein chaotisches Jahr wurde, in dem die Eppaner die Playoffs verpassten.

Doch das soll nun der Geschichte angehören. Unter Trainer Niko Marttila (er kam zu Jahresbeginn für Akerman) wollen die Piraten wieder für Furore sorgen. Helfen sollen dabei Daniel Erlacher, der von den Wipptal Broncos kommt, sowie die beiden Imports Carmine Buono (er spielte zuletzt in der zweiten französischen Liga) und Erno Räisänen (er erzielte in der zweiten Liga Finnlands in 90 Spielen 30 Punkte.)
HC Brixen

Liam Nardon, Verteidiger von Brixen. © Social Media


Es war nicht die Saison des HC Brixen, der sich in der Abschlusstabelle auf dem letzten Platz wiederfand. Heuer schielen die Eisacktaler auf die Playoffs, denn die Verstärkungen haben es in sich. Bryson Cianfrone dürfte den Südtiroler Eishockeyfans bestens bekannt sein, hat er doch beim HC Pustertal und den Wipptal Broncos groß aufgespielt (55 Punkte in 57 Spielen). Und Daniel Eruzione bringt nicht nur einen berühmten Nachnamen mit (sein Onkel Mike führte die USA 1980 beim sogenannten „Miracle on Ice“ als Kapitän zum Olympiasieg), sondern auch viel Qualität. Damit kann der bestätigte Trainer Alex Gschliesser gut arbeiten.
IHL, 1. Spieltag (am Samstag, 24. September)
Alleghe – Kaltern (18.30)
Eppan – Pergine (19.30)
Brixen – Varese (20.00)
Toblach – Como
Valpellice – Valdifiemme (20.30)

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