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Andreas Vinatzer & Co. sind auf Kurs. © SV Kaltern

Wahnsinn in Meran: Kaltern gewinnt Krimi

Playoff-Eishockey vom Feinsten: Der SV Kaltern hat in der Final-Serie der Italian Hockey League ein verrücktes Spiel gegen den HC Meran gewonnen. Die Hechte sind damit nur noch einen Sieg vom zweiten IHL-Titel der Vereinsgeschichte entfernt.

Nach dem knappen 2:1-Sieg am Samstagabend hatte Meran die Serie ausgeglichen und dadurch das Momentum vermeintlich gekippt. Nur vermeintlich, denn die Hechte schlugen am Dienstag angeführt von Goalie Daniel Morandell zurück, bezwangen die Adler mit 3:2 und holten sich somit einen Matchpuck. Kurios: Drei Treffer – darunter das Siegtor – fielen erst in der Schlussminute. Schon am Donnerstag könnte in Kaltern die große Meisterfeier steigen.


Zwar begannen die Gastgeber in der verwaisten Meran-Arena engagiert, allerdings ließen sie, im Bestreben Druck zu erzeugen, dem Gegner zu große Räume. Diese wussten die Hechte zu bespielen, das 1:0 lieferte den perfekten Beweis dafür: Michael Felderer und Teemu Virtala ließen die Scheibe gut hinter dem Tor zirkulieren, ehe der Finne den freistehenden Luca De Donà erkannte und ihn mit einem perfekten Pass bediente. Der 22-Jährige versenkte den Puck mit einem strammen Schuss ins Kreuzeck (4.). Auch beim 0:2 agierte die Meraner Verteidigung äußerst fahrlässig. Sie gewährte den von Marko Virtala in Szene gesetzten Bastian Andergassen Begleitschutz und sah mit an, wie Letzterer Thomas Tragust zum zweiten Mal das Nachsehen gab (8.).

Immer wieder Morandell
Anschließend war es dem überragenden Daniel Morandell zu verdanken, der den Vorzug gegenüber Alex Andergassen erhalten hatte, dass die Hechte mit einer 2:0-Führung in die Halbzeitpause gingen. Die Meraner Drangphase, die nach dem zweiten Gegentreffer begonnen hatte, setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort. Die Adler übten Druck aus, versuchten den schier unüberwindbaren Morandell zu bezwingen, hatten damit jedoch keinen Erfolg. Der 25-Jährige fand immer die richtige Antwort – und hielt die 2:0-Führung fest. Kaltern konnte seinerseits trotz dreier Powerplays kaum Torgefahr erzeugen, auch wenn hinter Tragust einmal das Aluminium zitterte. Morandell hatte bei einen Ahlström-Abschluss ebenfalls Glück.

Meran konnte man an diesem Abend mangelnden Einsatz nicht vorwerfen. Einzig die Disziplinlosigkeit nahm den Adlern immer wieder den Wind aus den Segeln und verschaffte gleichzeitig den Gästen Luft. Diese konnten die unzähligen Strafen jedoch nicht bestrafen – genauso wenig wie Meran, dessen Überzahlspiel statisch und ideenlos war. So hatte Morandell größtenteils leichtes Spiel, die Abschlüsse von Luca Ansoldi & Co. zu entschärfen.
Verrückte Schlussphase
Erst eine Minute vor Schluss wurden die Adler zwingender in ihren Aktionen und belohnten sich mit dem 2:1 durch Christian Borgatello. Zu spät? Nein, denn 30 Sekunden später erzielte Victor Ahlström mit einem Ablenker das 2:2. Nun deutete alles, aber wirklich alles, auf eine Verlängerung hin. Florian Massar hatte allerdings etwas dagegen und katapultierte seine Mannschaft mit einem punktgenauen Schuss ins Kreuzeck in den siebten Himmel.
Italian Hockey League: Finale
HC Meran – SV Kaltern 2:3
Tore: 0:1 De Donà (3.47), 0:2 Bastian Andergassen (7.48), 1:2 Borgatello (59.02), 2:2 Victor Ahlström (59.34), 2:3 Massar (59.47)
Stand in der Serie: 1:2

Schlagwörter: Eishockey

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