h Deutschland

Einer von drei Südtirolern in der DEL: Alex Trivellato © Facebook/Krefeld Pinguine

Mein All-Star-Team | Alex Trivellato

Im Laufe seiner Karriere kommt so mancher Spieler weit herum, steht mit Cracks von verschiedenen Kontinenten am Eis. Andere bleiben ihrem Heimatverein treu und teilen sich dort mit Akteuren aus nah und fern die Umkleidekabine. Viele von ihnen dürften aufgrund ihrer spielerischen Klasse, ihrer Härte oder ihrer Ausstrahlung in der Erinnerung haften geblieben sein. SportNews hat Südtiroler Spieler nach ihrer persönlichen Top Six befragt. Heute an der Reihe: Alex Trivellato.

Ohne Zweifel ist Alex Trivellato der zurzeit beste Südtiroler Verteidiger. Im Dress der Krefelder Pinguine hat er unlängst eine Führungsrolle eingenommen – das widerspiegeln auch seine Statistiken wieder, die in der abgelaufenen Saison so gut waren wie noch nie (13 Scorerpunkte). Um dahin zu kommen, wo er zurzeit ist, musste der 27-Jährige aus Leifers einen steinigen Weg gehen. An dessen Ende ist er nun angekommen, arbeitete er sich doch von der Oberliga bis in die DEL, der höchsten deutschen Spielklasse, vor. Der Kapitän der Nationalmannschaft präsentiert sein All-Star-Team.

Tor
Gianluca Vallini (Asiago Hockey): Die Auswahl an guten Tormännern ist riesig, aber ich entscheide mich für Gianluca, weil er in unserem Jahrgang von klein auf immer der beste war und sich in den letzten zwei, drei Saisonen unheimlich gesteigert hat. Gemeinsam haben wir es vom Südtirolkader in die Nationalmannschaft geschafft. Er ist ein sehr flinker Torhüter, der sich durch gutes Positionsspiel auszeichnet.
Verteidigung
Armin Helfer (Karriereende | linker Verteidiger): Armin hat eine sehr starke Persönlichkeit, war auf und neben dem Eis immer ein Leader. Das hat mich immer sehr beeindruckt – vor allem, als ich neu zur Nationalmannschaft hinzukam. Sein Positionsspiel und seinen präzisen Schuss von der blauen Linie fand ich immer hervorragend.

Thomas Larkin (Adler Mannheim | rechter Verteidiger): Ein Riesenverteidiger, an dem man nicht nur schwer vorbeikommt, sondern auch einer, der noch gut eislaufen kann. Seitdem er zu Mannheim gewechselt ist, hat er sich zu einem richtig starkem Verteidiger entwickelt: Hinten sehr solide und ruhig an der Scheibe, dazu hat er immer wieder gefährliche Ansätze nach vorne – und ist nur schwer von der Scheibe zu trennen.
Sturm

Tommaso Traversa ist sich für keinen Zweikampf zu schade. © Optic Rapid/I. Foppa


Tommaso Traversa (HC Pustertal | linker Flügel): Wird durch seine geringe Körpergröße oft unterschätzt, macht diese jedoch locker durch seinen unbändigen Willen weg. Ein Spieler, der nie aufgibt und selbst doppelt so große Spieler die Stirn bieten kann. Ein flinker Flügel, der dem Gegner unter die Haut geht. Seit Jahren eine große Stütze beim HC Pustertal und in der Nationalmannschaft.

Daniel Pietta (Krefeld Pinguine | Center): Ich teile mit ihm in Krefeld seit mittlerweile drei Jahren die Umkleidekabine. Er ist einer der intelligentesten Spieler auf dem Eis, weiß immer im Voraus, was der Gegner macht und kommt meistens vor ihm an den Puck. Sehr guter Vorbereiter, der durch seinen genauen Schuss aber auch torgefährlich ist. Seit Jahren einer der Top-Spieler in der DEL.

Alex Trivellato (links) und Daniela Pietta (rechts) spielen seit 3 Jahren gemeinsam in einer Mannschaft. © pm


Jacob Berglund (Traktor Chelyabinsk | rechter Flügel): Spielt mittlerweile in der KHL, beeindruckte in Krefeld vor allem durch seine Treffsicherheit und führte vor zwei Jahren die Torschützenliste der DEL an. Sein schneller Schuss war für die Torhüter sehr schwer zu lesen. Doch sein Können beschränkte sich nicht nur auf das Schießen, er war auch ein super Schlittschuhläufer, der mit einer feinen Technik ausgestattet war. Zudem ein toller Mitspieler, der immer für einen Witz zu haben war.
Trainer
Josef Kaisr (Karriereende): Die Trainerfrage gestaltet sich ziemlich einfach. Josef war mein Jugendtrainer beim SSV Leifers. Ihm verdanke ich all mein Können, denn er hat mir das Eishockeyspielen beigebracht – vom Schlittschuhlaufen bis hin zur Stocktechnik. Ein Trainer, der immer alles bis auf das kleinste Detail analysierte und einen stets verbesserte. Was Eishockey betrifft, hab ich nie jemanden kennengelernt, der mehr wusste als er. Noch heute stehen wir im Kontakt, was sehr erfreulich ist.

Autor: leo

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210