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Krefelds Cracks (3. von links ist Alex Trivellato) feiern nach dem Derbysieg mit ihren Fans. © Krefeld / Facebook

Trivellatos Klub kämpft gegen das DEL-Aus

Sportlich sind die Krefeld Pinguine, der Klub des Leiferers Alex Trivellato, im Soll, wirtschaftlich fehlt wohl ein Millionenbetrag zum Überleben. Der Klub aus Nordrhein-Westfalen kämpft gegen das drohende Aus in der höchsten deutschen Eishockey-Liga.

Die Planung für die kommende Saison in der Deutschen Eishockey Liga fällt bei den Krefeld Pinguinen diesmal vorerst aus. Während sich die übrigen DEL-Manager in der anstehenden Meisterschafts-Pause traditionell mit der nächsten Spielzeit beschäftigen, hat Krefelds Geschäftsführer Matthias Roos Wichtigeres zu tun. Ob der Meister von 2003 in der kommenden Saison überhaupt noch erstklassig spielt, ist nämlich fraglich. „Wir haben am 19. November unsere Gesellschafterversammlung. Das ist dann schon ein existenziell entscheidender Tag für uns“, sagte Roos der Deutschen Presse-Agentur.

Ein Investor wird zum Problem
Ziel ist es, die Gesellschaftsstruktur zu ändern und ohne Investor Michail Ponomarew weiter zu machen. Dieser sollte eigentlich einer von zwei Hauptgeldgebern bei Krefeld sein, schießt aber – laut Roos – trotz Zusagen kein Geld zu. Das reist bei den Pinguinen ein großes finanzielles Loch auf. Die Etat-Unterdeckung für diese Saison soll rund eine Million Euro betragen. „Wenn Herr Ponomarew nicht zahlt oder keine anderen Gelder reinkommen, müssten wir Insolvenz anmelden“, sagte Roos. Deshalb will der Klub den Investor bewegen, seine Anteile zu verkaufen. Gelingt der Plan nicht, wäre Krefeld spätestens zur neuen Saison kein DEL-Standort mehr.

Alex Trivellato bestreitet seine 3. Saison für Krefeld. © krefeld-pinguine.de


Die Situation hatte auch sportlichen Einfluss. Seitdem das Wort Insolvenz die Runde machte, verlor das Team Spiel um Spiel – bis zum Wochenende. Das Derby am Freitag gegen Düsseldorf riefen die Krefelder zum „Spiel des Jahres“ aus und ein Stadion-Besuch wurde mit einem Bekenntnis zum Eishockey-Standort Krefeld gleichgesetzt.
Trivellato in starker Form
Zum ersten Mal seit Jahren war die Arena mit gut 8000 Zuschauern dann auch ausverkauft. Emotional aufgeladen gewannen die Pinguine 4:3. Alex Trivellato glänzte dabei mit einem Assist. Der Sieg schien Kräfte freigesetzt zu haben, denn auch zwei Tage später gewann Krefeld gegen Mannheim mit 6:3. Der Leiferer Verteidiger brillierte auch in jenem Spiel mit seinem ersten Saisontreffer und einem weiteren Assist. Ob der 26-Jährige, der seit 10 Jahren in Deutschland spielt und bei Krefeld heuer seine 3. Saison bestreitet, auch in der nächsten Saison bei den Pinguinen spielen wird bzw. spielen kann, steht aber noch in den Sternen.

Autor: dpa/det

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