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Luca Frigo & Co. zeigten ein gutes Spiel. © AFP / GINTS IVUSKANS

Italien ringt Österreich nieder

Italiens Eishockey-Nationalmannschaft hat am Samstag im ersten Testspiel der WM-Vorbereitung einen Prestigesieg eingefahren: Alex Petan & Co. zwangen in Bruneck Österreich in die Knie.

Aus Bruneck

Von:
Leo Holzknecht

1250 Zuschauer ließen sich das erste Testspiel der italienischen Nationalmannschaft in der Intercable Arena nicht entgehen. Der verhältnismäßig große Andrang ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass gleich sechs Akteure des HC Pustertal im azurblauen Dress aufliefen. Diese stemmten sich wie das ganze italienische Team tapfer gegen die starken Österreicher, die zwar über weite Strecken mehr vom Spiel hatten, sich letztendlich aber mit 1:2 geschlagen geben mussten.


Coach Greg Ireland konnte am Samstag – mit Ausnahme des verletzten Daniel Frank und der Spieler von AlpsHL-Meister Asiago – jenes Team aufbieten, das auch bei der Weltmeisterschaft in Finnland um den Klassenerhalt kämpfen wird. Von den 23 auf dem Spielblatt notierten Akteuren stammten deren zwölf aus Südtirol. Sie werden auch in weniger als 24 Stunden, wenn in Innsbruck um 14.30 Uhr das Retourmatch ansteht, vom kanadischen Übungsleiter aufs Eis geschickt werden.

Zum Spiel: Dass Österreich über das bessere, ausgeglichenere Mannschaftsgefüge verfügt und dementsprechend mehr Spielanteile haben wird, wussten die Azzurri. Sie nahmen das an, stellten sich auf eine Abwehrschlacht ein und verteidigten aufopferungsvoll das vom starken Andreas Bernard gehütete Tor. In der Offensive wurde die Ireland-Truppe hingegen immer wieder durch Konter gefährlich. Sinnbildlich dafür war das zwischenzeitliche 1:1 durch Ivan Deluca.

Die Höhepunkte

  • Die beiden Teams wählen ein bedachtes Tempo, Höhepunkte bleiben zunächst aus. Nach einem ersten Abtasten rütteln Nico Feldner und Stephan Deluca die Fans auf den Rängen wach.
  • Kurz vor Ende des Drittels kann Österreich in Powerplay agieren – und wenig später jubeln, als Ali Wukovits am Boden liegend Andreas Bernard das Nachsehen gibt.
  • Italiens Schlussmann ist im zweiten Drittel dafür verantwortlich, dass Österreich nicht auf 2:0 erhöht. Stattdessen gleicht Ivan Deluca nach einem von Patrick Demetz eingeleiteten Alleingang aus.
  • Eine Traumkombination führt zum Siegtreffer: Matthias Mantinger dringt in die Offensivzone ein, bedient Alex Petan, der den Puck zwischen den Beinen an Marco Sanna weiterleitet und mitansieht, wie dieser David Kicker zwischen den Schonern erwischt.
  • Kurz vor dem Ende sorgt Petan mit einem Pfostenknaller für den Schlusspunkt. Sein auffälliger Cousin Dante Hannoun hatte das Zuspiel geliefert.

Nationalmannschaft, Länderspiel:
Italien: Bernard (Fadani); Trivellato-Di Perna, Spornberger-Pietroniro, Glira-Pavlu, Defrancesco-Demetz; Mantinger-Petan-Sanna, Felicetti-Kostner-Tedesco, Frigo-Hannoun-Insam, Ivan Deluca-Berger-Kasslatter, Stephan Deluca.
Coach: Ireland

Österreich: Kickert (Schmidt); Hackl-Maier, Brunner-Vallant, Wimmer-Zündel, Kragl-Schnetzer; Wukovits-Haudum-Feldner, Zwerger-Rauchenwald-Kraus, Huber-Baumgartner-Obersteiner, Macierzynski-Achermann-Schwinger.
Coach: Bader

Tore: 0:1 Wukovits (19.21), 1:1 Ivan Deluca (38.07), 2:1 Sanna (46.46)

Zuschauer: 1250

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