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Italien startet am Samstag in die WM. © FISG

Stars, Modus, Favoriten: Alles zur Eishockey-WM

Mit einem Vorrundenspiel gegen die Schweiz startet Italiens Eishockey-Nationalteam am Samstag (15.20 Uhr) in die Weltmeisterschaft in Finnland. Die Azzurri sind in der Gruppe A, die in Helsinki ihre Spiele austrägt, der krasse Außenseiter. Das Ziel: Der Klassenerhalt.


Wer sind die Favoriten?

Zu den Topfavoriten zählen Olympiasieger und Gastgeber Finnland sowie Titelverteidiger Kanada. Wird Kanada wieder Weltmeister, sind die Nordamerikaner mit 28 Titeln alleiniger Rekordweltmeister vor Russland, das wegen des Angriffs auf die Ukraine ausgeschlossen ist. Vor einem Jahr in Riga entschieden die Kanadier nach einem schwachen Start ins Turnier das WM-Endspiel gegen Finnland mit 3:2 nach Verlängerung für sich. Das Endspiel ist am 29. Mai.


Wie sehen Italiens Chancen aus?

Im vergangenen Jahr in Riga verloren die Azzurri alle sieben WM-Spiele – und das teils krachend. In diesem Jahr soll alles besser werden, der Klassenerhalt ist das erklärte Ziel. Angesichts der überzeugenden Testspiel-Auftritte scheint dies durchaus im Bereich des Möglichen – auch wenn wichtige Stammspieler wie etwa Thomas Larkin oder Giovanni Morini Coach Greg Ireland nicht zur Verfügung stehen. Insgesamt befinden sich zehn Südtiroler im offiziellen WM-Kader.

Andreas Bernard ist Italiens wichtigster Spieler. © srwiggins


Auf wen kommt es in Italiens Team an?

Der wichtigste Akteur ist zweifelsohne Goalie Andreas Bernard. Nur wenn der 31-Jährige seine Bestleistung abruft, kann Italien vom Klassenerhalt träumen. In der Offensive ruhen die Hoffnungen auf Fehervar-Ass Alex Petan, der in den Freundschaftsspielen bewiesen hat, dass er Dreh- und Angelpunkt ist. In der Abwehr sind die Künste von den DEL-Cracks Peter Spornberger und Alex Trivellato gefragt. Sie sollen im Konstrukt der Azzurri eine Führungsrolle einnehmen.


Wer sind Italiens Gegner?

Der Auftakt hat es in sich. Die mit NHL-Spielern gespickte Schweiz wird den Azzurri das Leben schwer machen. Genauso wie der amtierende Weltmeister aus Kanada, der mit einem der besten Teams der letzten Jahre nach Finnland reist. Auch Deutschland kann auf prominente Verstärkung aus der besten Liga der Welt zählen. Die entscheidenden Partien gegen den Abstieg finden für Italien gegen Dänemark, Frankreich und Kasachstan statt. Die Slowakei, die bei den Olympischen Spielen die SIlbermedaille gewonnen hat, ist wohl eine Nummer zu groß.


Wie ist der Modus?

Die ersten Vier der beiden Achtergruppen ziehen ins Viertelfinale ein, das über Kreuz mit der anderen Vorrundengruppe ausgetragen wird. Italien trägt seine Vorrundenspiele der Gruppe A in Helsinki aus. Die andere Gruppe spielt in Tampere. Dort steigt auch das Finalwochenende mit den Halbfinals, dem Spiel um Platz drei und das Endspiel. Anders als 2021 steigen die beiden schlechtesten Teams der Vorrunde ab – wie vor der Corona-Krise.

Moritz Seider ist nur einer von vielen klingenden Namen. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GREGORY SHAMUS


Wer sind die Stars der WM?

Matthew Barzal, Pierre-Luc Dubois und Thomas Chabot sind die klingenden Namen bei den Kanadiern. Auch Tschechien ist mit Stars wie Thomas Hertl oder Jakub Vrana bestückt. Tim Stützle, Moritz Seider und Philipp Grubauer sollen für Deutschland die Kohlen aus dem Feuer holen. Nico Hischier, Timo Meier und Pius Suter verstärken die Schweiz, Schwedens Stars heißen Rasmus Dahlin und Oliver Ekman-Larsson. Die Vereinigten Staaten reisen abermals mit einem sehr jungen Kader an, aus dem Akteure wie Seth Jones und Alex Nedeljkovic herausstechen.


Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf die WM aus?

Nur wenig. Anders als 2021 wird das Turnier nicht in einer Blase ausgetragen. Die Spieler dürfen in der Freizeit auch in der Stadt bummeln. Vor einem Jahr kehrten Zuschauer erst im Turnierverlauf sehr eingeschränkt zurück. Diesmal sind volle Hallen erlaubt. Als Vorsichtsmaßnahme war vor der Abreise ein PCR-Test Pflicht, bei der Ankunft lediglich ein Schnelltest.

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