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Blake Wheeler (2.v.r) fordert ein Umdenken. © Instagram

Empörter NHL-Superstar: „Amerika ist nicht in Ordnung“

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Minneapolis ist der Sturm der Entrüstung in den Vereinigten Staaten und weit darüber hinaus groß – auch in der Sportwelt.

Der Kapitän der Winnipeg Jets, Blake Wheeler, der in Minnesota geboren ist, forderte am Samstag mittels eines Tweets ein Umdenken in den Vereinigten Staaten. „Ich wollte schon lange etwas sagen, aber es war wirklich schwierig, die richtigen Worte zu finden“, schreibt der 33-Jährige. „Meine Heimatstadt brennt. Geschäfte, in denen ich aufgewachsen bin, werden mit Brettern vernagelt. Amerika ist nicht in Ordnung.“

Wheeler spricht Rassismus offen an
„Als ich außerhalb von Minneapolis aufwuchs, fühlte ich mich immer vor Rassismus geschützt. Die meisten Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin, sahen aus wie ich. Ich brauchte nie Angst zu haben, wenn ich an einer Ampel anhielt oder die Polizei in der Öffentlichkeit sah. Auch meine Kinder werden diese Angst auch nie kennen“, führt Wheeler weiter aus. Es breche ihn das Herz, dass Menschen immer noch auf diese Weise behandelt werden.

George Floyd, ein 46-jähriger Afroamerikaner, wurde am Montag in Minneapolis getötet, nachdem Derek Chauvin, ein weißer Polizeibeamter, mehr als acht Minuten lang auf seinem Hals kniete, während Floyd mit Handschellen am Boden gefesselt war. Der Vorfall hat in den gesamten Vereinigten Staaten Massenaufruhr und Proteste ausgelöst.

In den USA finden zurzeit Massenproteste statt. © APA/afp / DANIEL LEAL-OLIVAS


„Wir müssen der schwarzen Gemeinschaft beistehen und grundlegend ändern, wie die Führung in diesem Land mit dem Rassismus umgegangen ist. Es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, aber ich hoffe, dass wir das jetzt ändern können. Das Leben von George Floyd war wichtig. Genauso wie jedes andere Leben, das durch diese sinnlose Gewalt und den Rassismus verloren gegangen ist.“

San-Jose-Sharks-Stürmer Evander Kane, einer der wenigen schwarzen Spieler in der NHL, forderte am Freitag mehr prominente Athleten auf, sich öffentlich gegen Rassismus auszusprechen. Dessen Mannschaftskollege Logan Couture unterstützte Kane am Samstag und erklärte, dass die Athleten nicht weiterhin die Augen vor Rassismus im Hockey verschließen dürfen.

Autor: leo

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