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Berechtigter Jubel im Pustertal, verpasster Jubel bei den Broncos. © I. Foppa/O. Brunner

Overtime | Das schwarzgelbe Geschenk und eine verpasste Chance

Die neue SportNews-Overtime ist da – und damit auch die Auf- und Absteiger der vergangenen Eishockey-Woche. Heute im Fokus: Die ICE-Aufnahme des HCP sowie deren Auswirkungen auf die Südtiroler Eishockey-Bewegung und eine entgangene Chance der Wipptal Broncos.

Die Aufsteiger
HC Pustertal und Jugendspieler


Was vor einigen Jahren utopisch schien, ist am Mittwoch zur Realität geworden: Der HC Pustertal spielt in der nächsten Saison in der ICE Hockey League! Damit hat die aktuelle Vereinsführung um Jochen Schenk nicht nur allen HCP-Fans ein riesengroßes Geschenk bereitet, sondern der ganzen Südtiroler Eishockey-Bewegung und insbesondere den vielen Jugendspielern im ganzen Land.

Warum dies so ist, ist selbsterklärend: Der HC Bozen hat in der laufenden Spielzeit – rechnet man die Leihspieler dazu – acht Südtirolern ICE-Einsatzzeit gewährt. Diese Zahl wird sich durch die Aufnahme des HCP wohl verdoppeln. Die Tür zum Profi-Eishockey ist für alle, die davon träumen, dadurch ein kleines bisschen weiter aufgegangen. Für die Jugendsektoren bedeutet dies nur Gutes. Vor allem in Zeiten, in denen sie um jedes Talent hart kämpfen müssen. Neben den Wölfen, die sich die Aufnahme wegen der großartigen Arbeit, die im Verein seit Jahren verrichtet wird, redlich verdient haben, und deren Fans, die im neuen Schmuckkästchen (hoffentlich) ihren ganzen Enthusiasmus zum Ausdruck bringen können, sind also die vielen Jugendspieler im ganzen Land die Aufsteiger. Der vom HCB ins Rollen gebrachte Stein nimmt weiter an Fahrt auf.

Der Absteiger
Wipptal Broncos

Der Puck war perfekt aufgelegt, er musste noch ins gegnerische Tor versenkt werden. Sogar der Torhüter saß auf dem Hosenboden. Doch aus unerklärlichen Gründen flog das Hartgummi über die Latte. Sinnbildlich genau dieses Schicksal ist den Wipptal Broncos am Sonntag widerfahren.

Eines vorneweg: Was die Mannschaft von Dustin Whitecotton trotz aller Widerstände leistet, ist formidabel und kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Am Sonntag hat sie aber eine Partie verloren, die nicht hätte verlieren gehen dürfen. In Brixen war die dezimierte Zweitvertretung des KAC mit nur 14 Feldspielern zu Gast. Ein Sieg war fest eingeplant, um beruhigt in die letzten verbleibenden drei Spiele gehen zu können. Das Vorhaben konnten Trevor Gooch & Co. jedoch nicht in die Tat umsetzen, Klagenfurt gewann mit 3:2. Trotz dieser Niederlage ist für die Blau-Weißen im Kampf um die Top 12 in der AlpsHL noch nichts verloren. Die Luft ist aber unnötig dünner geworden.

Autor: sn

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