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Grafik: A. Delvai © SV Kaltern/DLife

Overtime | Der Allesfänger und Irelands Fingerspitzengefühl

Die neue SportNews-Overtime ist da – und damit auch die Auf- und Absteiger der vergangenen Eishockey-Woche. Heute gilt Kaltern-Goalie Daniel Morandell und Foxes-Coach Greg Ireland die Aufmerksamkeit.


Der Aufsteiger
Daniel Morandell (SV Kaltern)

Wer in der Italian Hockey League auf ein solches Torhütergespann zählen kann, hat nicht nur einen großen Vorteil, sondern auch ein Luxusproblem. Die Rede ist natürlich von Daniel Morandell und Alex Andergassen, die als Goalies des SV Kaltern während den Playoffs die Gegner zum Verzweifeln bringen. Am Dienstag, beim dritten Spiel der Final-Serie gegen den HC Meran, kam Morandell diese Rolle zuteil.

Der 25-Jährige strahlte beim 3:2-Sieg seiner Mannschaft eine enorme Ruhe aus. Dabei wurde Morandell in den ersten beiden Finalspielen gar nicht eingesetzt. Er wirkte ungemein sicher, ließ kaum einen Abpraller fallen, streute mehrere mirakulöse Rettungstaten ein – und hatte zudem das Glück auf seiner Seite, als Meran drei Mal nur die Torumrandung traf. Bis eine Minute vor Schluss deutete alles auf einen Shutout hin, dann aber schlugen die Adler durch Christian Borgatello und Victor Ahlström zu. Die zwei Gegentreffer waren jedoch nur ein kleiner Schönheitsfleck auf die überragende Leistung des Daniel Morandell, der schon am Donnerstag mit den Hechten den Titel holen könnte.
Der Absteiger
Irelands Fingerspitzengefühl

Die Personalsituation beim HCB Südtirol Alperia war im ersten Spiel der Finalserie gegen den EC KAC so prekär, dass die Vereinsführung beim HC Gherdëina anklopfen musste und Diego Glück sowie Patrick Tomasini nach Bozen beorderte. Der Umgang mit den beiden Leihgaben kann als äußerst unglücklich tituliert werden.

Dass weder Glück, der immerhin schon ICE-Luft geschnuppert hat, noch Tomasini eine große Rolle übernehmen würden, stand fest. Dass sie aber kein einziges Mal von Coach Greg Ireland aufs Eis geschickt wurden, stellt dem Übungsleiter kein gutes Zeugnis aus – und das in vielerlei Hinsicht. Kurzeinsätze von Glück und Tomasini hätten den Leistungsträgern à la Brett Findlay, die fast schon im Dauereinsatz standen, eine Verschnaufpause gönnen können. Allerdings ist im Finale kein Platz für Experimente, wodurch Irelands Entscheidung nachvollziehbar ist. Dies erklärt aber nicht, warum die Talente auch in den letzten 10 Minuten, in denen die Füchse aussichtslos in Rückstand lagen, auf der Spielerbank schmorten. Wir finden: Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl hätte nicht geschadet, zumal so die Leistungsträger hinsichtlich der nächsten Spiele hätten geschont werden können.

Schlagwörter: Eishockey

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Kommentare (1)

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Rampelotto Felix [melden]

Fingerspitzengefühl: stimme der Analyse zu, dass Ireland im ersten Spiel gegen den KAC im letzten Drittel die zwei Grödner Leihspieler einsetzen hätte sollen bzw. müssen. Ihn zum Abstieger der Woche zu deklarieren, kommt jedoch "das Haar in der Suppe zu suchen" gleich.
Felix Rampelotto

15.04.2021 11:52

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