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Grafik: Ambra Delvai © MaxPattis/FISG

Overtime | Ein Nimmermüder und viel Planlosigkeit

Die neue SportNews-Overtime ist da – und damit auch die Auf- und Absteiger der vergangenen Eishockey-Woche. Heute im Fokus: Rittens Alleskönner und der untragbare Zustand in der IHL.

Der Aufsteiger
Andreas Lutz (Rittner Buam)


Am 30. März wird Andreas Lutz 35 Jahre alt. Oder jung, betrachtet man die Leistungen, die der Eckpfeiler in der Buam-Defensive schon die ganze Saison bringt. Dass das neuformierte Team um Santeri Heiskanen, dessen Vertrag am Montag verlängert wurde, ins Finale der Serie A vorgestoßen ist und auf Platz 8 der Alps Hockey League rangiert, ist auch sein Verdienst.

In nur 30 Partien hat der schussgewaltige Verteidiger aus Gargazon bereits zwölf Mal eingenetzt. Damit fehlt Lutz nur noch ein Treffer, um seinen AlpsHL-Rekord aus der Saison 2016/17 einzustellen. Seinen Punkterekord aus der letztjährigen Spielzeit (36), kann er in den verbleibenden fünf Partien ebenfalls überbieten, obwohl er im Vorjahr in der Endabrechnung sieben Spiele mehr absolviert hatte. Zahlen, die beweisen, dass Lutz für Heiskanen unentbehrlich ist. Und das nicht nur wegen seiner Torgefährlichkeit, die ihn schon immer auszeichnet und die er am Samstag beim 3:2-Sieg gegen die Red Bull Juniors mit zwei Treffern und einer Vorlage einmal mehr unter Beweis gestellt hat. Lutz ist vor allem ein Anführer, der mit dem guten Beispiel vorangeht und die Auszeichnung „Aufsteiger der Woche“ redlich verdient.

Der Absteiger
Der Umgang mit Corona in der IHL

Wie kann es sein, dass die höchste, rein italienische Eishockeyliga seit fast zwei Wochen lahm liegt, noch kein fester Playoff-Termin feststeht und etliche Spiele erst nachgeholt werden müssen? Wie kann es sein, dass Mannschaften zwischenzeitlich den Trainingsbetrieb einstellen müssen, weil sie nicht wissen, wann und ob die Saison fortgesetzt wird? Die Ungewissheit in der IHL ist zurzeit untragbar.

Dabei hatte die Meisterschaft nach der coronabedingten Unterbrechung im Spätherbst sehr gut wiederbegonnen. Fast alle Spiele konnten ausgetragen werden, der neue Modus stand fest, etwas Ruhe kehrte ein. Und nun das: Aufgrund der verschärften Corona-Maßnahmen ruht der Puck in der IHL seit 11 Tagen, obwohl die Liga im „nationalen Interesse“ steht. Immerhin sollen nun ab dem 9. März die Nachholspiele ausgetragen werden, um zwei Tage später mit den Playoffs zu beginnen. Ob diese dann im Best-of-five-Modus über die Bühne gehen können, ist ungewiss. Sei's drum: Schon alleine, dass in der wichtigsten Phase der Saison eine derartige Ungewissheit herrscht, stellt der Liga kein gutes Zeugnis aus. Darum ist der Corona-Umgang in der IHL unser Absteiger.

Autor: sn

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Kommentare (1)

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Thomas Lazzeri [melden]

So sehr ich die Arbeit von Sportnews schätze, muss ich zu diesem Beitrag leider sagen : Absoluter Käse ! Nicht die IHL, sondern die politischen Entscheidungen sind der Grund für die Unterbrechung und Neuausrichtung. Er war den Mannschaften untersagt weiter zu trainieren und spielen. In Meran ist dies auf Grund der Südafrika Mutation sogar immer noch der Fall. Hätte sich die Liga über diese Entscheidungen etwa hinwegsetzen sollen ???

03.03.2021 12:03

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