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Kevin Messner und die Falcons bejubeln den 5. Saisonsieg, während Meran weiter nicht spielen darf.

Overtime | Von Gipfelstürmern und Spielverderbern

Eishockey läuft zurzeit in Südtirol auf Sparflamme, und dennoch: SportNews kürt auch diese Woche die Auf- und Absteiger, die uns die schnellste Mannschaftssportart der Welt am Silbertablett präsentiert. Dabei brechen wir die Regel und beschränken uns nicht auf einen Spieler.

Die Aufsteiger
Falcons Brixen, SV Kaltern (IHL)


Ein Südtiroler Duo marschiert in der Italian Hockey League auf und davon: Die Kalterer Hechte und die Falcons aus Brixen stehen mit jeweils 5 Siegen aus 6 Spielen punktgleich an der Tabellenspitze. Dabei waren beide Teams nach prominenten Abgängen im Sommer keinesfalls als heiße Titelkandidaten ins Rennen gegangen. Der personelle Aderlass konnte durch wahre Transfercoups, wie jenen der beiden Virtala-Brüder in Kaltern, und einem starken Kollektiv a la Falcons kompensiert werden. Beachtlich dabei: Während Brixen beim klaren 5:2 gegen Pergine selbst den Ausfall von Routinier Patrick Bona problemlos wegstecken konnte, schlüpfen auch bei Kaltern immer wieder neue Spieler in die Rolle des Hauptdarstellers. Beim 2:1 im Spitzenspiel in Cavalese waren für ein Mal nicht die überragenden Offensivspieler im Rampenlicht, sondern Torhüter Daniel Morandell, der nicht weniger als 38 Schüsse parierte.

Ob die Falken und Hechte den aktuellen Trend fortsetzen können, bleibt natürlich fraglich, fest steht allerdings schon jetzt: Die Kufencracks aus dem Eisacktal und dem Überetsch liefern die aus Südtiroler Sicht bislang erfreulichsten Nachrichten in der noch jungen Eishockey-Saison.

Der Absteiger
Das Corona-Wirrwarr

Zu den weniger erfreulichen Nachrichten zählen die vielen, teils kurzfristigen Spielabsagen der vergangenen Woche in der AlpsHL und der IHL. Natürlich lassen sich die zu Saisonbeginn ausgearbeiteten Spielpläne aufgrund der seitdem verschärften Corona-Pandemie nicht ohne Verschiebungen durchziehen, doch so kann bzw. konnte es nicht weitergehen.

Das eklatanteste Beispiel für das Chaos im heimischen Eishockey liefert der HC Meran, wenngleich völlig ungewollt. Die Adler sind am 1. IHL-Spieltag mit einem Sieg gegen Unterland in die Saison gestartet, doch seitdem ruht in der MeranArena der Puck. Zunächst wurden im HCM-Kader 15 Corona-Infektionen gemeldet, nun bereitet die notwendige sportmedizinische Untersuchung der Spieler Probleme, für die sich kein Termin finden lässt. Die Folge: Meran hat seit 40 Tagen kein Ligaspiel mehr bestritten. Betroffen sind jedoch nicht nur die Kurstädter, sondern nahezu alle Team in der IHL. Lediglich 2 Spiele konnten am vergangenen Wochenende planmäßig über die Bühne gebracht werden. Am Dienstagabend hat die IHL dann endlich reagiert und der Verzerrung des sportlichen Wettbewerbs ein Ende gesetzt. Die Meisterschaft ruht jetzt vorerst 3 Wochen lang (SportNews berichtete).

Nun stellt sich die Frage, was mit der AlpsHL passiert. Dort ist die Lage ähnlich unübersichtlich. Im November wurden erst 4 Partien ausgetragen, alle anderen auf teils unbestimmte Zeit verschoben. Bislang stemmen sich die Klubs gegen eine Unterbrechung wie in der ICE oder der IHL, dabei wäre ein überarbeitetes Spielprogramm oder zumindest ein klarer Leitfaden, wann von Corona betroffene Teams antreten müssen, dringend von Nöten. Fest steht jedenfalls: Will man das Ansehen der Liga nicht beschädigen, muss dem Wirrwarr auch in der AlpsHL dringend ein Ende gesetzt werden.

Autor: fop

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