h Eishockey

Stefan Mair brennt auf das erste Playoff in der Bundesliga mit Schwenningen

Stefan Mair vor Playoff-Debüt in der Bundesliga

Der Bozner Coach startet am Mittwoch in der deutschen Bundesliga mit Schwenningen ins Playoff. Dort steht ihm Heilbronn gegenüber, ein äußerst unangenehmer Gegner. „Wir sind topmotiviert. In Italien ist Asiago mein Favorit auf den Meistertitel, aber passt auf Rob Sirianni auf.“

„Jetzt geht’s los!“ – ab Mittwoch ist das für Stefan Mair, den Bozner Coach von Bundesligist Schwenningen, das Motto. Im Playoff möchte er mit dem Klub aus Baden-Württemberg so weit wie möglich kommen und vielleicht gelingt es ihm sogar den Titel in Deutschland einzuheimsen.

Nach zwei Halbfinals und einem Endspiel in Italien steht er nun erstmals in Deutschland in der K.O.-Runde. Der Druck ist auch in seiner neuen sportlichen Heimat enorm. „Die Mannschaft ist gut drauf, ich selbst bin geladen. Wir haben uns sehr gut auf die Endphase der Meisterschaft vorbereitet“, sagt Mair. Und blickt trotzdem mit ein wenig Unbehagen auf das bevorstehende Match gegen Heilbronn. „Sie haben eine sehr starke Mannschaft, die zusammengestellt wurde, um zu gewinnen. Das Team hat sich in den vergangenen Wochen sehr weiterentwickelt. In der regulären Saison haben wir uns sehr schwer getan (drei Niederlagen in vier direkten Duellen, Anm. d. Red.). Wir werden sehr viel Druck erzeugen und die Niederlagen aus dem Grunddurchgang aus unseren Köpfen löschen müssen.“


In Italien ist Asiago der Favorit

Für Stefan Mair ist der Verlauf der Playoffs in der italienischen Serie A eine Riesenüberraschung. Schon allein die Tatsache, dass keine Südtiroler Mannschaft im Finale steht. „Das hätte ich mir nie erwartet, vor allem von Ritten und Pustertal nicht, die eine Mannschaft auf die Beine gestellt haben, um den Titel zu gewinnen. Für mich ist Asiago Favorit, denn der erste Block ist saustark. Aber Valpellice darf man nicht unterschätzten. Rob Sirianni, aber auch einige seiner Teamkollegen, sind sehr gut drauf.“


Die Krise der Südtiroler Klubs

Zuletzt stand in der Saison 2006/2007 mit der Paarung Cortina – Mailand kein Südtiroler Klub im Finale um den italienischen Meistertitel. Mair glaubt zu wissen, warum erstmals seit sechs Jahren das Endspiel ohne Südtiroler Beteiligung stattfindet. „Ich denke, dass es die Vereine versäumen Ex-Spieler oder andere Experten einzubinden, die bei der Führung eines Klubs behilflich sein und Kontakte in Europa aufbauen könnten. Um sich am Transfermarkt gut zu bewegen, muss man Agenten, Trainer und Spieler kennen. Seminare sind der ideale Ort, um neue Dinge zu lernen und sich auch sehen zu lassen. Es ist nicht genug Geld auszugeben und den ganzen Tag Recherchen auf elitenprospects.com (ein bekanntes Portal mit einer sehr großen Datenbank aller internationalen Ligen, Anm. d. Red.) anzustellen. Aber ich denke, dass die Installation eines General Manager in Italien alle Probleme der Vereine ohnehin nicht lösen kann“, so Mair abschließend.

Autor: sportnews

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210