Biathlon-WM 2017

Dorothea Wierer und ihre Teamkollegen mussten mit Platz 4 Vorlieb nehmen (Pentaphoto)

Blech! Windisch & Co. geben Medaille aus der Hand

Der Auftakt der Biathlon-Weltmeisterschaft in Hochfilzen bot prompt Nervenkitzel ohne Ende: Lange Zeit lag Italiens Mixed-Staffel auf Medaillenkurs, doch beim letzten Schießen zog die Konkurrenz vorbei. Am Ende belegten Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Lukas Hofer und Dominik Windisch den undankbaren 4. Rang. Gold ging an Deutschland.

Platz 1 beim ersten Wechsel, Platz 3 zur Hälfte des Rennens, Platz 2 vor der letzten Übergabe - Platz 4 beim Zieleinlauf. So vielversprechend der erste WM-Bewerb in Hochfilzen für Italiens Biathleten begann, so bitter endete er.

Eine überraschend starke Lisa Vittozzi verschaffte ihren Teamkollegen als Startläuferin eine optimale Ausgangslage, die Dorothea Wierer trotz dreier Nachlader mit Bravour vertreidigte. Sie übergab als Drittplatzierte an Lukas Hofer . Der zuletzt durch eine Bronchitis gehandicapte Pusterer musste zwar auch ein Mal nachladen, ließ aber lediglich die bärenstarke Konkurrenz aus Deutschland passieren. Schlussläufer Dominik Windisch übernahm als Zweitplatzierter. Im Liegendschießen blieb er makellos, doch ausgerechnet, als vieles bereits auf einen Medaillengewinn hindeutete, machte sich beim ansonsten so nervenstarken Oberrasner die Nervosität bemerkbar. Beim abschließenden Schießen zögerte er lange, musste zwei Mal nachladen und schließlich die mittlerweile aufgerückten Martin Fourcade und Anton Shipulin vorbeiziehen lassen. Am blieb die ansonsten so bärenstarke Leistung der Azzurri unbelohnt: Windisch und die italienische Staffel mussten sich mit Rang 4 zufrieden geben.

An der Spitze des Feldes liefen die deutschen Biathleten keine Gefahr mehr, die sichere Goldmedaille noch aus der Hand zu geben, wenngleich Fourcade nochmal bis auf 2 Sekunden herankam. Hinter dem Franzosen komplettierten die Russen das Podium.



Ergebnisse Weltmeisterschaft in Hochfilzen (AUT) - Mixed-Staffel:

1. Deutschland 1:09:06,4 Stunden (0 Strafrunden + 7 Nachlader)
Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Arnd Peiffer, Simon Schempp
2. Frankreich +2,2 Sekunden (1+8)
Anais Chevalier, Marie Dorin Habert, Quentin Fillon Maillet, Martin Fourcade
3. Russland +3,2 (0+4)
Olga Podchufarova, Tatiana Akimova, Alexander Loginov, Anton Shipulin
4. Italien +28,7 (0+6)
Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer (Rasen), Lukas Hofer (Montal), Dominik Windisch (Rasen)
5. Ukraine +35,6
6. Schweden +41,6
7. Tschechien +41,9
8. Norwegen +46,2
9. Österreich +1:20,2
10. Finnland +1:38,9


SN/Alexander Foppa

Autor: sportnews

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