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Die Schweiz konnte ihre Überlegenheit nicht in einen Sieg ummünzen. © APA/afp / DAN MULLAN

Dominante Schweiz belohnt sich nicht

Nach dem Auftakt am Freitag zwischen Italien und der Türkei ging es am Samstag mit der zweiten Partie in Gruppe A weiter. In Baku trafen die Schweiz und Wales aufeinander. Die offensiv ausgerichteten Eidgenossen bissen sich beim 1:1-Remis aber am Waliser Bollwerk die Zähne aus.

Beide Teams verfolgen bei der EM große Ziele. Während die Eidgenossen auf den ersten Viertelfinaleinzug bei einem Großereignis seit 67 Jahren warten, wollen die „Dragons“ ihre Außenseiterrolle ausnutzen und möglichst ähnlich überraschen wie bei der EM 2016, als erst im Halbfinale gegen den späteren Europameister Portugal Endstation war (0:2).


Die 2021 noch ungeschlagene Schweiz setzte dabei von Anfang an auf einen dominanten Fußball, welcher der Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic phasenweise über 65 Prozent Ballbesitz einbrachte. Die Waliser verließen sich hingegen auf ihre defensive Organisation und ihre Stärke im Umschaltspiel. Von Kapitän Gareth Bale und dem wiedergenesenen Hoffnungsträger Daniel James erhofften sich die Waliser die spielentscheidenden Momente.

Die deutliche Überlegenheit der Schweizer ließ aber die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen. Trotz des Chancenplus sprang für die Eidgenossen in den ersten 45 Minuten nichts heraus, das Abwehrbollwerk der Waliser wusste die Räume der Schweizer gekonnt eng zu halten. Im Laufe des Spiels konnte sich die Schweiz aber aus der gegnerischen Umklammerung langsam lösen und kam vor allem durch Standardsituationen oder hohe Bälle in den Strafraum zu einigen Torchancen. Besonders Benfica-Stürmer Haris Seferovic setzte sich mehrmals in Szene, war aber letztendlich nicht imstande den Eidgenossen die mittlerweile verdiente Führung zu bescheren.

Embolo sorgt für die Führung – Moore aus dem Nichts
Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte erspielte sich der Gladbacher Breel Embolo eine Großchance, scheiterte aber an der klasse Reaktion von Wales-Keeper Ward. Bei der anschließenden Ecke war es wieder Embolo, der sich im Luftduell gegen Roberts durchsetzen konnte und schließlich aus fünf Metern ins linke Eck einnickte (49.). In der Folge tauchten die Schweizer immer wieder äußerst gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf, doch konnten sie die Führung nicht weiter ausbauen.

Schoss das Schweizer Führungstor: Breel Embolo. © APA/afp / DAN MULLAN

In einer Spielphase, in welcher sich die Schweiz für das Verwalten des Ergebnisses entschieden hatte und tief gestaffelt in der eigenen Hälfte stand, nutzte Kieffer Moore nach einer kurz ausgeführten Ecke seine Chance und köpft aus acht Metern den so wichtigen Ausgleich (74.). Die in die passive Rolle gerutschte Schweiz bäumte sich in den Schlussminuten erneut auf und jubelte kurz. Der Treffer von Joker Gavranovic wurde durch den Videoschiedsrichter im Nachhinein aufgrund einer Abseitsstellung annulliert (85.).

Beim 1:1-Unentschieden blieb es letzten Endes auch. Wales bestrafte damit die über lange Phasen dominanten und überlegenen Schweizer. Nach dem gestrigen Sieg von Italien über die Türkei führen also die Azzurri vor Wales und der Schweiz die Gruppe A an, die Türkei belegt vorerst den letzten Platz.

1. Spieltag, Gruppe A
Wales – Schweiz 1:1
0:1 Embolo (49.), 1:1 Moore (74.)

Weitere Spiele am Samstag
Gruppe B

Dänemark – Finnland (18 Uhr)

Belgien – Russland (21 Uhr)

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