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Riesenjubel bei Italien nach dem Finaleinzug. © APA/afp / CARL RECINE

Elfer-Krimi in Wembley: Italien steht im Finale

Italiens Märchen geht weiter! Die Azzurri haben sich in einem hochspannenden Halbfinale gegen Spanien im Elfmeterschießen durchgesetzt und stehen nun im Finale der Europameisterschaft.

Drama pur in Wembley! Der Londoner Fußballtempel wurde am Dienstagabend Schauplatz eines Halbfinal-Krimis, in dem Italien das besseren Ende für sich hatte und mit 4:2 im Elfmeterschießen gewann. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Spanien war über das ganze Spiel gesehen zwar optisch überlegen, doch einmal mehr kam eine Eigenschaft zum Vorschein, die Italien in diesen Wochen so stark macht: Die mannschaftliche Geschlossenheit und die Abgeklärtheit.


Nachdem Federico Chiesa sein Team zu Beginn der zweiten Hälfte in Führung gebracht hatte, sorgte Alvaro Morata in der 80. Minute für den Ausgleich. Spanien schaffte es trotz spielerischem Übergewicht danach nicht, den italienischen Abwehrriegel zu knacken. Folglich ging die Partie in die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen, wo ausgerechnet Morata zur tragischen Figur avancierte. Er verschoss den vierten Strafstoß, weshalb Jorginho mit seinem Versuch gleich danach alles klarmachte. Italien wird somit am Sonntag um seinen zweiten Europameistertitel kämpfen. Der Gegner wird am Mittwochabend zwischen England und Dänemark ermittelt.

Spanien hat mehr vom Spiel, aber...
Dabei tat sich Italien am Dienstagabend schwer, ins Spiel zu kommen. Zwar hielt die Roberto-Mancini-Truppe das Tempo in den ersten Minuten hoch, doch dann nahmen die Spanier die Zügel in die Hand und ließen die Squadra Azzurra laufen. So etwas war Italien in diesem Turnier nur selten passiert. Doch obwohl die Iberer in der ersten Halbzeit optisch überlegen waren, richtig konkret wurden sie in den wenigsten Fällen.

Chiesa (links) trifft mit einem Schlenzer ins lange Eck zum 1:0, Spanien-Goalie Unai Simon ist frustriert. © APA/afp / MATT DUNHAM


Mikel Oyarzabal, der den Vorzug gegenüber Morata erhalten hat, verstoppte alleine vor Gigi Donnarumma den Ball (12.), dann zeigte Italiens Keeper bei einem Dani-Olmo-Schuss aus elf Metern all sein Können auf. Die Kicker aus dem Stiefelstaat hatten ihre beste Möglichkeit in der 45. Minute, als Leonardo-Spinazzola-Ersatz Emerson aus spitzem Winkel nur die Außenkante der Latte traf.
Chiesa trifft, Morata antwortet
Nach der Pause änderte sich an diesem Bild zunächst wenig. Sergio Busquets versuchte es mit einem Direktschuss, der jedoch haarscharf drüber ging (52.). Der spanische Führungstreffer – er lag in der Luft. Doch Federico Chiesa hatte etwas dagegen: Mit einem blitzschnell ausgeführten Konter überraschten die Azzurri die spanische Hintermannschaft, der Juve-Flügelstürmer nutzte die Unordnung aus, schlug einen Haken in die Mitte und setzte die Kugel mit einem Schlenzer ins lange Eck – 1:0 für Italien, das Wembley-Stadion tobte.

Alvaro Morata erlebte ein Wechselbad der Gefühle. © APA/afp / ANDY RAIN


Spanien ließ sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und hatte mit Morata, der in den ersten Spielen noch ob seiner vieler vergebenen Chancen als Sündenbock ausgetan wurde, noch einen Trumpf in der Hand. Nach seiner Einwechslung war der Juve-Stürmer angestachelt wie ein Bulle und erlöste seine Mannschaft in der 80. Minute: Ein herrliches Zusammenspiel mit Olmo brachte ihn alleine vor das Tor, wo er lässig zum 1:1 einschob.
Ein Elfmeter-Krimi
In der Folge lieferten sich beide Teams einen harten Abnützungskampf, in dem Spanien weiter mehr vom Spiel hatte, Italien aber geschickt verteidigte. Weder in der regulären Spielzeit, noch in der Verlängerung gab es ein Tor. Es mussten also Elfmeter geschossen werden. Und hier kam es zu einem wahren Krimi: Manuel Locatelli (gehalten) und Dani Olmo (drüber) scheiterten prompt im ersten Versuch. Danach traf jeder Spieler – bis auf Morata. Und Italiens Jubel kannte keine Grenzen mehr.







Schlagwörter: Fussball EM 2021

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