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Kann sich mit dem Modus der Europameisterschaft nicht anfreunden: Andreas Herzog. © APA / ROBERT JAEGER

Kritik an EM-Modus: „Total ungerecht“

Österreichs Rekord-Nationalspieler Andreas Herzog hat im Vorfeld des Achtelfinals zwischen Italien und Österreich (Samstag, 21 Uhr) den Spielplan und den Modus der Europameisterschaft kritisiert.

Nach seiner Meinung sei der „nicht zu leugnende Heimvorteil“, den Mannschaften wie Deutschland, Dänemark oder Italien mit drei Vorrundenspielen in München, Kopenhagen und Rom gehabt hätten, „unfair gegenüber anderen Nationen“. Herzogs Urteil ist demnach klar: „Ich stufe den Spielplan als total ungerecht ein“.


So habe Österreich zweimal nach Bukarest und einmal nach Amsterdam gemusst. „Und die Schweizer hat es noch heftiger erwischt, die sind weit vorn beim Miles-and-More-Programm“, sagte der ehemalige Auswahltrainer von Israel. Die Eidgenossen absolvierten ihre Vorrundenspiele in der Gruppe A zweimal in Baku (Aserbaidschan) sowie in Rom und qualifizierten sich als einer von vier Gruppendritten für das Achtelfinale.

Turniermodus alles andere als klar
Für Herzog, der seit Mai Trainer des österreichischen Erstligisten FC Admira Wacker Mödling ist, ist auch der Modus mit 24 Mannschaften „viel zu kompliziert“. Es stehe wegen der Tabellenkonstellationen viel zu lange nicht fest, welche vier Dritten der sechs Gruppen die K.o.-Runde erreichen und wer dann auf wen treffe. „Damit hat sich die UEFA keinen Gefallen getan“, urteilte der 103-malige Nationalspieler Herzog.

Auch Landsmann Toni Polster beklagte die Nachteile des Spielplans. „Zudem muss man sagen, dass es ein bisschen nach Wettbewerbsverzerrung aussieht, weil viele große Nationen ihre Gruppenspiele daheim ausgetragen haben und so keine Reisestrapazen in Kauf nehmen mussten. Das ist, unter den gegebenen Umständen, ein Riesenvorteil“, so der frühere österreichische Nationalstürmer.

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