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Italiens Trainer Roberto Mancini trifft mit der Squadra Azzurra am Samstag auf Österreich. © ANSA / Riccardo Antimiani

Vor dem Achtelfinal-Kracher: Österreich träumt, Italien mahnt

Österreichs Nationalteam träumt vom ganz großen Coup. Die österreichische Auswahl geht am Samstag (21 Uhr) in London als klarer Außenseiter in ihr erstes EM-Achtelfinale. Italien ist 30 Partien ungeschlagen, hat die vergangenen elf allesamt zu Null gewonnen.

Die Italiener seien der „haushohe Favorit“, gestand ÖFB-Teamchef Franco Foda. Trotzdem will der Deutsche mit seinem Team überraschen und ins Viertelfinale einziehen. „Klar sind wir krasser Außenseiter, aber es gibt trotzdem immer so ein paar Prozent“, erklärte Foda.


Foda hatte sich laut eigenen Angaben bereits vor dem Turnier mit möglichen Achtelfinal-Gegnern beschäftigt und entsprechend Scouts ausgesandt. Schon unmittelbar nach dem Aufstieg im Gruppenfinale gegen die Ukraine (1:0) verriet er, einen Plan für Italien zu haben. „In der Außenseiterrolle gibt es ein paar Überlegungen. Wir müssen von der ersten Sekunde an mutig und entschlossen auftreten, das wird entscheidend sein. Wir müssen alles in die Waagschale werfen, das in uns steckt.“

Alaba als Linksverteidiger oder in einer Dreierkette?
Ob er von seinem gegen die Ukraine erfolgreichen Konzept mit David Alaba als Linksverteidiger und Florian Grillitsch als Taktgeber im Mittelfeld-Zentrum abweichen wird, verriet Foda nicht.

David Alaba nimmt eine Schlüsselrolle ein. © APA / ROBERT JAEGER

Erwartet wird, dass die Österreicher mit derselben Startformation ins Spiel gehen, taktisch aber leicht verändert positioniert. Die Italiener hätten eine etwas andere, flexiblere Spielanlage als die Ukrainer, erklärte Foda. Linksverteidiger Leonardo Spinazzola orientiere sich in Ballbesitz nach vorne, aus dem 4-3-3 wird dadurch im Spielaufbau hinten eine Dreierkette.



Für die Tiefe sorge Mittelstürmer Ciro Immobile. Foda warnte aber vor allem vor den Rollen, die Lorenzo Insigne und Nicolo Barella in diesem System einnehmen. „Gerade bei den zwei Zehnern muss man sehr aufpassen. Da müssen wir uns Gedanken machen, wie wir da Zugriff bekommen.“
Roma-Ikone Totti: „Genau wie 2006“
Italien setzt alles daran, die Österreicher nicht zu unterschätzen. Marco Verratti meinte vor der Partie: „Wir müssen groß denken. Es wird ein sehr schwieriges Match für uns. Wir müssen mit derselben Aggressivität und Energie wie bisher kämpfen, nur so können wir weiterkommen. Je mehr wir in dieser EM voranschreiten, desto mehr wächst der Druck.“ Der 28-Jährige war zu Beginn der EM wegen einer Knieverletzung nicht voll fit, dürfte gegen das ÖFB-Team aber zur Start-Elf gehören.

Marco Verratti könnte gegen Österreich in die Startelf zurückkehren. © ANSA / Ettore Ferrari / FRR

Roma-Vereinsikone Francesco Totti sieht Ähnlichkeiten zwischen Mancinis Truppe und der Nationalelf von Marcello Lippi, die 2006 Weltmeister wurde. „Mancinis Mannschaft ist geschlossen und hat das ganze Land hinter sich, genau wie es 2006 der Fall war. Jetzt ist es an der Zeit, dass Italien endlich wieder bei einer EM siegt“, sagte der 44-Jährige.

Schlagwörter: Fussball EM 2021

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