F Olympia 2018

Dominik Windisch führte Italien auf den dritten Platz. © APA/afp / ODD ANDERSEN

Nach Jury-Entscheid: Biathleten holen Bronze!

Exakt vier Jahre und einen Tag nach dem Bronzemedaillengewinn in Sotschi strahlen Dorothea Wierer, Lukas Hofer und Dominik Windisch wieder vom Olympia-Podium. Gemeinsam mit Lisa Vittozzi schnappten sie der deutschen Mixed-Staffel Bronze weg – genauso wie damals in Russland. Um das Edelmetall musste jedoch nach Rennschluss lange gezittert werden.

Was für ein Finish im Biathlonzentrum in Alpensia! Die Sprint-Medaillengewinner Dominik Windisch und Arnd Peiffer boten sich auf dem letzten Kilometer ein brisantes, mitreißendes Kopf-an-Kopf-Duell, das der Rasner im Zielsprint für sich entschied. Da dieser sehr spät nochmal die Bahn wechselte, legte der Deutsche Skiverband sofort Protest ein. Nach bangen 25 Minuten des Wartens, stand es schließlich fest: Der Rekurs wurde von der Jury abgeschmettert, Italien hatte Bronze sicher.

Vor dem engagierten Auftritt von Windisch, der mit einer bärenstarken Laufleistung drei Nachlader wettmachte, legten Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer und Lukas Hofer die Basis zum Medaillengewinn. Bereits die Startläuferin aus dem Friaul übergab an Position eins liegend an Wierer. Die Rasnerin, der bei diesen Spielen eine Einzelmedaille verwehrt blieb, leistete sich zwar am Stehendanschlag die ersten Fehlschüsse – gleich drei an der Zahl –, übergab aber immerhin noch als Zweite an Lukas Hofer. Dieser zielte ein Mal daneben, konnte sich allerdings im Spitzenfeld behaupten. Er beendete seinen Lauf zeitgleich mit den Rivalen aus Norwegen und Frankreich. Diese beiden Teams nahmen dann Reißaus und fingen die bis dato klar dominierenden Deutschen ab.

Fourcade sichert Frankreich den Sieg

Martin Fourcade führte die Franzosen in seiner unnachahmlichen Art an die Spitze des Feldes und lief schließlich unangefochten als Erster über die Ziellinie. Emil Hegle Svendsen sicherte Norwegen die Silbermedaille. Beide Athleten profitierten aber auch von Peiffers Fehlern am Schießstand. Er benötigte fünf Nachlader und musste ein Mal in die Strafrunde, nach deren Ende es zum dramatischen Duell mit Windisch kam. Der Ausgang ist bekannt.

Der 28-Jährige aus dem Pustertal war am Ende der umjubelte Held. Er holte sich sein zweites Edelmetall in PyeongChang und gleichzeitig die fünfte Südtiroler Olympia-Medaille im Biathlon – allesamt aus Bronze.




Autor: alexander foppa

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