F Olympia 2018

Dominik Fischnaller – sein kritischer Blick sagt mehr als 1000 Worte.

Dominik Fischnaller und die verdammten 2 Tausendstel: „Bin selber schuld“

2 Tausendstelsekunden – das ist ein Nichts. Und doch haben sie Dominik Fischnaller am Sonntag um seinen größten Karriereerfolg gebracht.

Will man den Flügelschlag einer Honigbiene beobachten, dann ist das nur mithilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera möglich – wenn überhaupt. Klar, immerhin dauert dieser Schlag in der Regel 0,005 Sekunden. Das ist ein nichts.

Was das alles mit Dominik Fischnaller zu tun hat? Nun, der Kunstbahnrodler war am Sonntag 0,002 Sekunden zu langsam, um sich die Bronze-Medaille bei den Olympischen Spielen zu holen. Am Ende hat also nicht der vielzitierte Wimpernschlag (dieser dauert übrigens 0,1 Sekunden) oder der Flügelschlag der oben genannten Honigbiene gefehlt – nein, schlussendlich betrug der Abstand zu seinem größten Karriereerfolg noch weniger. Eigentlich unvorstellbar.

„Habe Medaille selbst verspielt“

Dass die Enttäuschung beim Meransener nach dem undankbaren vierten Platz riesig war, ist mehr als nur verständlich. Bei seiner Analyse hat Fischnaller den Grund für die verpasste Medaille ausgemacht: „Ich habe die Medaille am Samstag verspielt.“ Nach den ersten beiden Wertungsläufen lag er nämlich an 11. Stelle, Edelmetall schien außer Reichweite. Doch am Sonntag war Fischnaller wie verwandelt, zauberte zwei Zauberläufe in die Olympia-Bahn (beim zweiten Lauf stellte er sogar einen neuen Bahnrekord auf) und schrammte am Ende eben nur um zwei Tausendstelsekunden an einer Medaille vorbei. „Am Samstag war ich zu locker, habe die ersten beiden Läufe einfach verschlafen und zu viele Fehler gemacht. Das konnte auch die Leistung heute nicht wettmachen.“

Schade. Denn am Ende wäre nicht nur eine Medaille drin gewesen, sondern womöglich auch der Sieg, der an den österreichischen Sensationsmann David Gleirscher ging und den Fischnaller um 0,232 Sekunden verpasste. „Pech lasse ich nicht durchgehen. Ich habe die Medaille selbst verspielt. Jetzt muss ich den Kopf freikriegen und mich auf den Team-Bewerb konzentrieren“, so der Rodler aus Meransen.

Autor: det

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