F Olympia

Italien war gegen Tijana Boskovic (links) & Co. chancenlos. © APA/afp / PEDRO PARDO

Auch für Folie & Co. ist Olympia vorbei

Nachdem bereits Simone Giannelli am Dienstag mit Italiens Volleyballherren im Viertelfinale gescheitert ist, hat es nun auch Raphaela Folie und die Azzurre erwischt. Die Volleyballerinnen mussten sich bei den Olympischen Spielen in Tokio in der Runde der letzten 8 deutlich geschlagen geben.

Bereits vor dem Spiel war klar, dass die Aufgabe gegen Weltmeister Serbien zur Mission Impossible werden könnte – auch, weil die Leistungen der Azzurre bei diesen Spielen zu inkonstant waren. Dies bewahrheitete sich schließlich am Mittwoch. So verlor Italien gegen Gold-Anwärter Serbien klar und deutlich mit 0:3 (21:25, 14:25, 21:25). Raphaela Folie, die mit leichten Knieproblemen zu kämpfen hat, kam erst im Lauf des letzten Durchgangs zum Einsatz. Die Mittelblockerin konnte noch zwei Punkte selber beisteuern – doch ihre Einwechslung kam zu spät.


Den ersten Satz konnte Italien noch ausgeglichen gestalten. So stand es zwischenzeitlich 20:20. Doch am Ende konnten die Serbinnen – angeführt von einer überragenden Tijana Boskovic – davonziehen. Der zweite Durchgang war dann eine klare Angelegenheit. Im dritten Satz kamen die Italienerinnen dagegen gut aus den Startlöchern und führten mit 13:9. Doch danach drehten Boskovic & Co. wieder auf und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Serbien zu stark – Überragende Boskovic
Die Serbinnen waren an diesem Tag einfach eine Nummer zu groß, während bei den Azzurre einige Spielerinnen nicht ihre Top-Form erreichten. Auch das Duell der Top-Angreiferinnen zwischen Paola Egonu (16 Punkte) und Boskovic (24) ging klar an die Serbin. Im Nachgang könnte man vielleicht sagen, dass den Azzurre ihre Schwächephase zum Ende der Gruppenphase teuer zu stehen kam. So hätte man mit einem Sieg in den abschließenden beiden Gruppenspielen gegen China oder die USA dem Hammer-Los Serbien im Viertelfinale aus dem Weg gehen können.

Paola Egonu (rechts) zeigte bei diesem Turnier nicht ihre gewohnte Konstanz. © APA/afp / ANTONIN THUILLIER

Folie kam bei ihren ersten Olympischen Spielen – vor dem Kurzeinsatz am Mittwoch – ausschließlich in der Gruppenphase beim klaren 3:0-Sieg gegen Argentinien zum Zug. Auch gegen die Südamerikanerinnen hatte die Missianerin eine starke Leistung gezeigt. Warum die Südtirolerin gegen Serbien nicht früher zum Einsatz kam, ist nicht ganz nachzuvollziehen. Eigentlich wurde sie im Vorfeld von Nationaltrainer Davide Mazzanti für die wichtigen Spiele geschont.
Ex-Neruda-Spielerinnen glänzen
In einem anderen Viertelfinalspiel kam es hingegen zu einer Überraschung. So besiegte Südkorea sensationell die Türkei mit 3:2. Die USA setzte sich dagegen erwartungsgemäß gegen die Dominikanische Republik mit 3:0 durch. Bei den USA steuerte Michelle Bartsch 13 Punkte bei, während beim Gegner aus der Dominikanischen Republik Brayelin Martinez sogar auf 16 kam. Beide spielten früher beim Bozner Verein Neruda. Das letzte Viertelfinalspiel zwischen Brasilien und Russland steht um 14.30 Uhr (MESZ) auf dem Programm.

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 Sportnews - IT00853870210