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Simone Biles gibt Rätsel auf: Ist die US-Amerikanerin verletzt oder nicht? © APA/afp / LOIC VENANCE

Das Rätsel um Turn-Superstar Simone Biles

Jubel bei den russischen Turnerinnen, Bangen um US-Superstar Simone Biles: Das Team aus Russland ist erstmals seit 29 Jahren wieder Mannschafts-Olympiasieger und hat dabei auch vom Aus von Biles profitiert.

Die russische Riege gewann am Dienstag in Tokio das Finale mit 169,528 Punkten. Ohne die viermalige Olympiasiegerin Biles, die laut Verbandsangaben aus „einem medizinischen Grund“ nach dem Sprung den Wettkampf abbrach, kam die USA mit 166,096 Zählern auf Rang zwei und verpasste dadurch den dritten Olympiasieg hintereinander. Platz drei belegte Großbritannien mit 164,096 Zählern.


Im Fokus stand aber Biles, die ihre Teilnahme nach dem ersten Gerät abbrach. Für ihren Sprung hatte die 24-Jährige zuvor die für sie ungewohnt niedrige Wertung von 13,766 Punkten bekommen. Anschließend verließ sie mit dem Mannschaftsarzt der Amerikanerinnen die Halle, in die sie kurze Zeit später mit einer Bandage am rechten Bein zurückkehrte. In den Startlisten wurde sie fortan mit einen „R“ für Reserve geführt, der Turn-Weltverband bestätigte kurz daraus das Aus im Team-Finale.

„Ich habe auch das Gefühl, dass ich nicht mehr so viel Freude habe.“ Simone Biles, Turn-Superstar aus den USA

Biles erklärte nach der Siegerehrung, nicht verletzt zu sein, ließ einen Start im Mehrkampf-Finale am Donnerstag aber offen. Darüber wolle man später entscheiden, sagte die 24-Jährige. „Morgen haben wir so etwas wie eine kleine Trainingspause, es ist schön, einen Tag Ruhe für den Kopf zu haben. Verletzt bin ich nicht“, sagte sie. Zudem deutete sie emotionale Probleme an. Sie traue sich selbst nicht mehr so, wie sie es getan habe, sie wisse nicht, ob es am Alter liege, aber sie werde nervöser, wenn sie turne, sagte sie. „Ich habe auch das Gefühl, dass ich nicht mehr so viel Freude habe“, erklärte sie.
Biles beklagte hohen Druck
Auf Instagram hatte sie sich zu Wochenbeginn über den enormen Druck beklagt. „Es war kein einfacher Tag oder mein Bestes, aber ich bin durchgekommen. Ich fühle mich wahrhaftig als hätte ich zur Zeit die Last der Welt auf meinen Schultern. Ich weiß, ich bürste es ab und lasse es so aussehen als würde der Druck keinen Einfluss auf mich haben, aber verdammt, manchmal ist es hart hahaha. Olympia ist kein Witz“, schrieb sie. Zwei Stunden vor dem Team-Finale hatte sie allerdings noch einen Videoclip auf Instagram gepostet, der sie im Turndress vor einem Spiegel in der Toilette zeigte.

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