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Holte Gold: Thomas Pidcock. © APA/afp / GREG BAKER

Pidcock holt Mountainbike-Gold – Kerschbaumer abgeschlagen

Der britische Mitfavorit Thomas Pidcock hat beim Olympischen Cross-Country-Rennen der Mountainbiker am Montag Gold eingefahren. Für den Verdinger Gerhard Kerschbaumer gab es hingegen nichts zu holen.

Nicht die Mountainbike-Spezialisten sondern ein Allrounder sicherte sich Cross-Country-Gold. Der als Mitfavorit gestartete Pidcock war auf der staubigen und technisch schwierigen Strecke im westlich von Tokio gelegenen Izu von Beginn an vorne mit dabei. Der Brite setzte sich nach 7 Runden und 28,25 Kilometern mit einer Zeit von 1:25.14 Stunden schlussendlich verdient durch. Silber ging an den Schweizer Mathias Flückiger (+ 20 Sekunden). Bronze sicherte sich der Spanier David Valero Serrano (+ 34 Sek.). Der Schweizer Nino Schurter war lange auf Medaillenkurs, verpasste am Ende jedoch als 4. Edelmetall.


Flückiger und Schurter machten an der Spitze lange Zeit Tempo. Zusammen mit Pidcock und dem Neuseeländer Adam Cooper entwickelte sich gegen Halbzeit des Rennens erst ein spannender Vierkampf, dann konnte einer Tempo-Verschärfung von Pidcock zunächst nur Flückiger folgen. Wenig später steigerte der 21-jährige Pidcock erneut das Tempo, hängte Weltcup-Spitzenreiter Flückiger ab und fuhr als Solist mit der britischen Fahne in der Hand zum größten Erfolg seiner noch jungen Karriere. Damit sorgte Pidcock für das erste britische Mountainbike-Gold in der Geschichte der Olympischen Spiele.

Thomas Pidcock holte als erster Brite MTB-Gold bei Olympia. © APA/afp / GREG BAKER


Kerschbaumer verpasst Top-Platzierung
Mehrere Athleten taten sich auf der Strecke, die unter anderem viele steile Anstiege aufwies, schwer. Auch für den Verdinger Gerhard Kerschbaumer gab es nichts zu holen. „Gery“ startete zwar gut und befand sich in der ersten Runde genauso wie sein Teamkollege Luca Braidot in der Verfolgergruppe, zwischen den Plätzen 5 und 10, im weiteren Verlauf des Rennens spielte er aber im Kampf um die vorderen Plätze keine Rolle. Schlussendlich musste sich Kerschbaumer bei 38 Startern mit Platz 20 begnügen. Für den 30-Jährigen sind damit die Olympischen Sommerspiele zu Ende.

Überhaupt hatten die Mountainbike-Azzurri in Tokio einen schweren Stand. Kerschbaumer schaffte es als einziger Starter Italiens in die Top-20. Braidot kam nicht über Rang 25 hinaus, Nadir Colledani beendete das Rennen mit einer Runde Rückstand auf dem 24. Platz.
Van der Poel mit spektakulärem Sturz
Auch für Favorit Mathieu Van der Poel verlief das Rennen alles andere als nach Wunsch. Dem Niederländer, der jüngst bei der Tour de France noch sechs Tage im Gelben Trikot gefahren war, unterlief bei einem Sprung ein Fahrfehler, so dass er spektakulär kopfüber in die Tiefe stürzte ( hier gibt es das Video). Eine Zeit lang fuhr er dem Feld hinterher und versuchte sich nochmals heranzukämpfen. Der Allrounder musste schlussendlich jedoch gegen Ende der vierten Runde aufgeben. Auch der Tscheche Ondrej Cink schied aus.

Am morgigen Dienstag steht noch das Cross-Country-Rennen der Damen auf dem Programm. Mit dabei ist dann auch die Eppanerin Eva Lechner. Der Startschuss erfolgt um 8 Uhr (MESZ).

Alles zu den Olympischen Sommerspielen, Live-Ergebnisse, Medaillenspiegel und vieles mehr gibt es im SportNews-Olympia-Center.

Cross Country, Herren: Die Ergebnisse
Pos.NameLandZeit
1.Thomas PidcockGBR1:05.09 Stunden
2.Mathias FlückigerSUI+ 20 Sekunden
3.David Valero SerranoESP+ 34 Sek.
4.Nino SchurterSUI+ 42
5.Victor KoretzkyFRA+ 46
6.Anton CooperNZL+ 46
7.Vlad DascaluROU+49
8.Alan HatherlyRSA+ 1.19 Min.
9.Jordan SarrouFRA+ 1.36
10.Milan VaderNED+ 2.07
20.Gerhard KerschbaumerITA/Verdings+ 4.34
25.Luca BraidotITA+ 6.16
34.Nadir ColledaniITA+ 1 Runde


Schlagwörter: Olympia Mountainbike

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