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Simone Giannelli ist mit Italien ausgeschieden. © APA/afp / ANTONIN THUILLIER

Viertelfinal-Krimi: Giannellis Medaillentraum ist geplatzt

Sehr gut begonnen, dann stark nachgelassen und schließlich verloren: Die italienische Volleyball-Nationalmannschaft ist bei den Olympischen Spielen in Tokio im Viertelfinale ausgeschieden.

Italien und Argentinien sind zwei Teams, die sich bestens kennen. Nicht nur, weil sich die beiden Nationen im Juli in zwei Freundschaftsspielen gegenüberstanden, sondern auch wegen der vielen argentinischen Spieler, die in Italiens höchster Spielklasse ihr Geld verdienen. Wie etwa Luciano De Cecco, der neben Simone Giannelli zu den besten Aufspielern der Welt gehört. Am Dienstag entschied Ersterer dieses Duell für sich. Seine Mannschaft rang die Azzurri trotz Satzrückstand mit 21:25, 25:23, 25:22, 14:25 und 15:12 nieder.


Man merkte den Teams sofort an, dass es um viel ging. Sie gingen hoch konzentriert zu Werke, leisteten sich kaum Fehler und verzückten mit sehenswerten Aktionen. In all dem avancierte Osmany Juantorena zum entscheidenden Mann. Der Italo-Kubaner wurde von Giannelli dementsprechend mit vielen Bällen gefüttert, die er zumeist zum Punktgewinn verwandelte. Das führte dazu, dass Italien im Schlussspurt des ersten Satzes davonzog und diesen mit 25:21 gewann.

Starke Reaktion
Auch im zweiten Durchgang hatten Giannelli & Co. zunächst die Oberhand. Sie erarbeiteten sich einen 4-Punkte-Vorsprung, den Argentinien aber schnell wettmachte. Mehr noch: De Cecco & Co. zogen an Italien vorbei – und machten wenige Augenblicke später den Satz mit 25:23 zu.

Alessandro Michieletto zeigte erneut ein gutes Spiel. © APA/afp / YURI CORTEZ


Dieser Satzgewinn verlieh den Südamerikanern Flügel, gleichzeitig drückte er aufs Gemüt der Azzurri. Diese agierten nun fehlerhaft und gingen teils fahrlässig mit ihren Angriffen um. Obwohl mit 8:13 in Rückstand, ließen sie ihren Kopf aber nicht hängen. War es im ersten Satz noch Juantorena, der die Rolle des Anführers übernahm, so tat dies nun der Youngster Alessandro Michieletto. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Italien wieder auf 19:19 herankam. Die Aufholjagd wurde allerdings nicht von Erfolg gekrönt – 25:22 für Argentinien.
Dramatische Schlussphase
Das ließen die Azzurri nicht auf sich sitzen: Sie starteten furios in den vierten Satz und entliefen schnell auf 17:7. Ein Vorsprung, den sich die Mannschaft von Gianlorenzo Blengini nicht mehr nehmen ließ. Somit ging es in den alles entscheidenden Tiebreak.

In diesen startete Argentinien dank des überragenden Facundo Conte perfekt. Die Azzurri meldeten sich mit einem Block von Giannelli zurück und schienen beim Stand von 10:8 alles unter Kontrolle zu haben. Von wegen! Argentinien machte aus einem 2-Punkte-Rückstand einen 2-Punkte-Vorsprung. Es war die Entscheidung, denn Italien war zu keiner Reaktion mehr in der Lage und schied aus. Argentinien steht dagegen im Halbfinale, wo es entweder zum Duell mit Polen oder Frankreich kommt.

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