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Tedros Adhanom Ghebreyesus © APA/afp / CHRISTOPHER BLACK

WHO-Chef sieht Sportler als Botschafter im Corona-Kampf

Olympische Sportler sollten sich aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einsetzen.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte Athletinnen und Athleten am Freitag auf, die olympischen Ideale in den Gesundheitsbereich weiterzutragen. „Wir wollen, dass sie zu Botschaftern der Solidarität werden“, sagte Tedros bei einer Pressekonferenz in Genf.


Wegen der mangelnden Versorgung vieler Länder mit Impfstoffen sei man noch weit vom Ziel entfernt, bis Ende September überall zehn Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 zu impfen, warnte Tedros. Bisher habe nur knapp mehr als die Hälfte aller Länder dieses Ziel erreicht. Probleme bereitet aus Sicht des WHO-Chefs nicht nur die geringe Bereitschaft reicher Länder, Impfdosen an ärmere abzugeben. Es mangele vielerorts auch an Virustests, Schutzkleidung für Gesundheitspersonal und Sauerstoff zur Behandlung von Kranken.

Die WHO wehrte sich gegen Kritik, dass der Besuch von Tedros bei der Eröffnung der Olympischen Spiele angesichts steigender Neuinfektionen ein falsches Signal war. Die globale Pandemie werde nicht durch die Olympischen Spiele angeheizt, sondern durch die unfaire Verteilung von Impfstoffen, auf die Tedros in Tokio hingewiesen habe, sagte der Notfallkoordinator der WHO, Mike Ryan.

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