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Im Fokus: Martyna Trajdos, Judoka aus Deutschland. © APA/afp / FRANCK FIFE

Wirbel in Tokio: Judo-Trainer ohrfeigt seine Athletin

Ein Video sorgt bei den Olympischen Spielen in Tokio für Aufregung. Der deutsche Trainer Claudiu Pusa hat die Judoka Martyna Trajdos vor ihrem Kampf mehrfach geohrfeigt.

Mehrere Ohrfeigen für Judoka Martyna Trajdos vor ihrem Kampf haben bei den Olympischen Spielen in Tokio für Wirbel gesorgt. Der Judo-Weltverband IJF sprach am Mittwoch eine Warnung gegen einen deutschen Trainer aus, ohne dabei explizit Trajdos, Pusa oder die Szene von den Wettkämpfen am Dienstag zu nennen. Der Verband rügte den Coach für sein „schlechtes Verhalten während des Wettbewerbs“.


Zuvor hatten Bilder und Videos für Aufsehen gesorgt, die zeigen, wie Pusa Trajdos kurz vor ihrem Wettkampf schüttelt und zweimal ohrfeigt. Die 32 Jahre alte Deutsche verteidigte ihren Coach. „Das ist etwas, worum ich meinen Trainer bitte. Macht ihm keine Vorwürfe! Ich brauche das vor meinen Kämpfen, um wach zu sein“, schrieb sie in den Sozialen Medien.

„Ich brauche das vor meinen Kämpfen, um wach zu sein.“ Martyna Trajdos, Judoka

Es handele sich um ein Ritual vor Wettkämpfen, für das sie sich selbst entschieden habe. „Sieht so aus, als ob es nicht gar genug gewesen wäre“, ergänzte Trajdos mit Blick auf ihre Auftaktniederlage in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm am Dienstag.

Der Weltverband betonte in seiner Stellungnahme am Mittwoch, Judo sei ein „erzieherischer Sport und kann als solcher ein solches Verhalten, das gegen den Moral-Code im Judo verstößt, nicht tolerieren“.

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