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Neuer Super-G-Weltmeister: Vincent Kriechmayr. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Kriechmayr greift am tiefsten in die Trickkiste

Dieser WM-Super-G hatte es wahrlich in sich. Die Gründe: Reihenweise Ausfälle an einer Schlüsselstelle, das Zittern um die Medaille für Dominik Paris und ein ehemaliger ÖSV-Athlet, der seinen Ex-Kollegen aus der Alpenrepublik beinahe die Suppe gewaltig versalzen hätte.

Der WM-Super-G begann mit Paukenschlägen, denn von den ersten drei Startern kam keiner weit. Alberto Ghidoni, der italienische Cheftrainer, hatte einen sehr interessanten (um nicht zu sagen hinterlistigen) Lauf in den ampezzanischen Schnee gesetzt. Christian Walder und die Schweizer Loic Meillard und Mauro Caviezel fielen allesamt demselben Tor zum Opfer.


Auch die folgenden Läufer hatten große Probleme, konnten weitere Ausfälle aber zumeist vermeiden. Einen ersten Richtwert legte Vincent Kriechmayr mit der Startnummer 5 hin. Der Oberösterreicher sollte seiner Favoritenrolle gerecht werden, denn an seiner Zeit bissen sich alle Konkurrenten die Zähne aus. Dominik Paris (+0,55 Sekunden) und Alexis Pinturault (+0,38) kamen Kriechmayr am nächsten.

Baumann lässt den Ex-Teamkollegen zittern
Als die Südtiroler Skifans bereits mit einer WM-Medaille spekulieren durften, ließ Romed Baumann seine Ex-Kollegen vom ÖSV gehörig zittern. Am Ende blieb der Wahl-Deutsche, der in seiner Heimat vor Jahren keine Zukunft im Skiverband mehr gesehen hat, um knappe sieben Hundertstel hinter Kriechmayr – doch für Silber ging es sich locker aus. Über Bronze freut sich Pinturault, den man bei sämtlichen WM-Rennen (außer in der Abfahrt) auf dem Zettel haben muss.

Muss sich mit Rang 5 begnügen: Dominik Paris aus Ulten. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Für Paris wurde es schlussendlich Rang 5, denn Überraschungsmann Brodie Seger (Kanada) preschte noch vor und verpasste um nur vier Hundertstel die Bronzemedaille.

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Nicht gut lief der Super-G für Christof Innerhofer, der von oben bis unten eine fehlerhafte Fahrt zeigte und über zwei Sekunden verlor. Auch für Emanuele Buzzi, Matteo Marsaglia und Mattia Casse gibt es kaum Grund zur Freude. Für die Azzurri gilt weiterhin: Wenn es drauf ankommt, ist ohne Paris wenig los.

Autor: cst

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

Endlich wieder einmal ein schöner Super-G, wo nicht nur hin und her gekurft oder gerade hinunter gebolzt werden musste. Schade um Paris aber nach so vielen Ausfällen kauft man sich am Start gegenseitig die Schneid ab

11.02.2021 18:32

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