4 Extremsport

Simon Oberrauner gleitet in Richtung Deutschland. © redbullmediahouse.com

Die Südtiroler sind bei den X-Alps vorne dabei

Alles ist offen am zweiten Tag der Red Bull X-Alps 2021, einem der wohl schwierigsten Abenteuerrennen der Welt, und eine Vielzahl von Athleten präsentiert sich in hervorragender Form – darunter auch Aaron Durogati und Tobias Großrubatscher.

Der Tag begann mit dem französischen Athleten Benoît Outters an der Spitze. Als formidabler Ausdauersportler brach er kurz nach 5 Uhr morgens auf, marschierte 18km nach Zell am See und stieg von dort über 1.000hm auf den Gipfel der Schmittenhöhe. Um 09:30 Uhr war er startklar.


Paul Guschlbauer (Österreich) hatte andere Pläne. In der Morgendämmerung wanderte er nur knapp hinter Outters in die Berge östlich von Zell am See, startete – und setzte sich mit dieser mutigen Entscheidung an die Spitze des Feldes. Während sich Outters, Markus Anders (Deutschland) und Chrigel Maurer (Schweiz) auf den Start von der Schmittenhöhe vorbereiteten, richteten sich im Live Tracking plötzlich alle Augen auf den österreichischen Athleten, der sich erst vor drei Monaten bei einem Skiunfall das Bein gebrochen hatte.

Nach einem beeindruckenden Flug landete er zur Mittagszeit an Turnpoint 3, dem Start der berühmten Hahnenkammabfahrt in Kitzbühel. Markus Anders landete kurz darauf als Zweiter.

Aaron Durogati, hier beim Abflug, hält sich in der Verfolgergruppe. © redbullmediahouse.com


15 Minuten später traf die Verfolgergruppe ein. Ein Spektakel für die Zuschauer, die sich entlang des Bergrückens verteilt hatten. Als Erster begann Simon Oberrauner (Österreich) seinen Anflug und landete auf einem winzigen Grasfleck, nicht größer als ein 20m-Schwimmbecken. Maurer war der Nächste, der sich in die Tiefe stürzte und das Signboard fast im Flug unterzeichnete. Dann folgten mit kurzen Abständen der Meraner Aaron Durogati, Tobias Grossrubatscher aus Kastelruth, Patrick von Känel (Schweiz), Damien Lacaze (Frankreich) – und starteten alle innerhalb weniger Minuten wieder. Aktuell befinden sich die beiden Südtiroler an den Plätzen fünf und sechs.

Ein enttäuschender Tag war es hingegen für den französischen Mitfavoriten Maxime Pinot, der am Ende von Tag 1 in Führung lag, aber einen entscheidenden Fehler machte. Er schaffte es nicht, auf Turnpoint 3 zu landen und musste nach oben wandern, was ihn weitere wertvolle Zeit kostete. Er befindet sich nun in einer ungünstigen Situation.

Maxime Pinot musste sich nach seiner Landung neu orientieren. © redbullmediahouse.com


Der Rest des Feldes hatte Wagrain-Kleinarl am frühen Nachmittag hinter sich gelassen und verteilte sich im Pinzgau, normalerweise eine „Rennstrecke“ für Paragleiter. Aufgrund des starken Dunstes, der die Thermikentwicklung dämpfte, wurden jedoch die Flugkünste der Athleten auf eine harte Probe gestellt, und viele waren gezwungen die Strecke zu Fuß zurückzulegen.

Andrei Mashak, der aktuell auf dem letzten Platz liegt, hat heute seinen Night Pass gezogen, der es ihm erlaubt, die nächtliche Ruhephase zu umgehen und sich weiter fortzubewegen. Er hofft, dadurch Boden gutzumachen und so das drohende Ausscheiden an Tag 4 zu vermeiden.


Hier geht's zum Livetracking der X-Alps.


Schlagwörter: extremsport

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