4 Extremsport

Ein Foto vom 25. Juli: Alexander Gukov sitzt in einer Felsspalte fest. © Facebook

Drama auf 6000 m: Extrembergsteiger kämpft um sein Leben

Dramatische Szenen spielen sich derzeit auf dem 7145 Meter hohen Latok I in Pakistan ab: Alexander Gukov, einer der besten Alpinisten Russlands, sitzt verletzt auf zirka 6000 Metern fest. Eine Rettung gestaltet sich als schwierig.

Alexander Gukov zählt zu den besten Alpinisten Russlands, wurde 2015 sogar mit dem Piolet d’Or, eine der bedeutendsten Auszeichnungen für außergewöhnliche Leistungen im extremen Bergsport, prämiert. Zurzeit kämpft er auf dem Latok I in Pakistan um sein Leben. Keine Hoffnung besteht dagegen für seinen Gefährten Sergey Glazunov: Er ist bei einem Absturz ums Leben gekommen.

Alexander Gukov © Facebook

Die beiden erfahrenen Extrembergsteiger waren vor 14 Tagen zur Expedition aufgebrochen, um den Latok I über eine unbekannte Route zu bezwingen. 100 Meter unter dem Gipfel mussten Gukov und Glazunov aber wegen der widrigen Bedingungen Kehrt machen. Beim Abstieg ereignete sich das Drama: Glazunov stürzte ab und starb. Sein Kollege Gukov wurde beim Absturz mitgerissen und hängt seitdem in einer Felswand fest. Verletzt und ohne nötige Ausrüstung für den weiteren Abstieg, die beim Absturz von Glazunov verloren gegangen ist, setzte er einen Notruf ab. Rettungsversuche mit dem Helikopter sind wegen der schwierig zu erreichenden Position Gukovs und der schlechten Wetterbedingungen bislang erfolglos geblieben.

Die Chancen auf eine Rettung werden von Stunde zu Stunde geringer. Nun haben die drei Extrembergsteiger Hervé Barmasse, David Göttler und Adam Bielecki angekündigt, einen Rettungsversuch starten zu wollen. Sie müssen allerdings erst eingeflogen werden, was einige Tage dauern könnte.

Autor: det

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210