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Gitschberg Jochtal steht vor dem Aufstieg in die Landesliga. © D. Laner

Euphorie bei Gitschberg: „Der Sekt ist aber noch nicht kaltgestellt“

Die Meisterschaft in der 1. Amateurliga geht in den Endspurt. Heute an der Reihe in unserer Mittwochsrubrik: Gitschberg Jochtal, das unmittelbar vor dem Aufstieg in die Landesliga steht.

Gitschberg Jochtal hat am letzten Wochenende einen großen Schritt in Richtung Meistertitel und Aufstieg in die Landesliga gemacht. Die Truppe um Stürmer Lukas Hofer siegte gegen Vahrn mit 2:0 und profitierte von der überraschenden Niederlage von Verfolger Latzfons Verdings auswärts gegen die SPG Gsies. Was Trainer Jürgen Reifer zum bisherigen Saisonverlauf sagt, warum die Mannschaft zum Rückrundenauftakt nicht richtig in Tritt kam und warum die Mannschaft nach dem 1:1 vor 2 Spieltagen gegen Verfolger Latzfons Verdings enttäuscht war, erklärt er im SportNews-Gespräch.



SportNews: Jürgen Reifer, wie lautet das Fazit nach 23 Runden mit 54 Punkten?

„Ich muss den bisherigen Meisterschaftsverlauf ein wenig unterteilen. Die Vorrunde war mit 10 Siegen und 3 Unentschieden sehr gut. Nach der Hinrunde hatten wir einen satten Vorsprung von 8 Punkten auf Lüsen bzw. 10 Punkte auf Latzfons Verdings, die allerdings ein Spiel weniger ausgetragen haben. In der Rückrunde sind wir nicht richtig aus den Startlöchern gekommen. In den ersten vier Spieltagen sammelten wir nur 5 Punkte und der Vorsprung schmolz dahin. Danach haben wir die Kurve gekratzt und dann mit einer Serie von 5 Siegen und einem Remis, wieder für eine gute Ausgangslage gesorgt. Man sieht wie schnell es im Fußball im Positiven wie im Negativen gehen kann.“

„Vielleicht hat sich der eine oder andere schon gedacht, dass wir die Meisterschaft schon gewonnen hätten.“ Trainer Jürgen Reifer über den schwachen Rückrundenstart


Was könnten die Gründe für den schwachen Start in die Rückrunde sein?

„Gründe kann es viele geben. Vielleicht waren wir uns auf Grund des guten Polsters zu sicher und waren nicht ausreichend fokussiert. Vielleicht hat sich der eine oder andere schon gedacht, dass wir die Meisterschaft schon gewonnen hätten.“


Im direkten Duell gegen Latzfons Verdings kassierte ihr Team den Ausgleich erst in der 97. Minute. Wie groß waren die Enttäuschung und der Ärger?

„Das 1:1-Unentschieden gegen Latzfons Verdings hat mich persönlich nicht sehr geärgert, denn wir haben heuer sehr viele Spiele erst in der letzten viertel Stunde für uns entschieden. Einige Male sogar erst in der Nachspielzeit. Gegen Latzfons haben wir es einfach verabsäumt früh genug den Sack zuzumachen und damit ließen wir sie am Leben. Sie hatten bis zum Ausgleich auch keine nennenswerte Torchance. Dass dann bei knapper Führung immer etwas passieren kann, weiß man. Mich persönlich haben die ersten 4 Spiele der Rückrunde viel mehr geärgert. Die Mannschaft hingegen war wegen des 1:1 gegen Latzfons sehr enttäuscht Das hat man während der gesamten Trainingswoche gespürt. Eigentlich auch logisch, denn mit einem Sieg hätte man schon damals den Vorsprung auf 6 Punkte ausbauen können.“

Jürgen Reifer: Trainer von Gitschberg Jochtal.


Am letzten Spieltag wuchs der Vorsprung dann doch ein wenig überraschend auf 6 Punkte an.

„Wir spielten gegen Vahrn schon früher als Latzfons Verdings und wir legten mit einem 2:0 vor. Dass die Eisacktaler in Gsies mit 0:2 verlieren würden, war schon ein wenig überraschend. Für uns natürlich gut und beruhigend. Das Team hat diese Nachricht auch freudig aufgenommen.
Am kommenden Sonntag könnte der Meistertitel mit einem Sieg in Taufers und einem gleichzeitigen Punktverlust von Latzfons Verdings in Vahrn schon feststehen. Sind Feiern oder ähnliches schon geplant?
Nein, gar nichts und wir werden auch nichts planen. Wie wir schon zum Auftakt der Rückrunde gesehen haben, kann es im Fußball sehr schnell gehen. Bevor der Titel nicht mathematisch feststeht, wird gar nichts gemacht.“


Wird Jürgen Reifer auch im nächsten Jahr an der Seitenlinie von Gitschberg Jochtal stehen?

„Ich habe dem Verein schon vor einigen Wochen signalisiert, dass ich das Traineramt nicht mehr übernehmen kann und werde. Es ist einfach neben meinem Beruf und Privatleben zu aufwendig und nur sehr schwer alles unter einem Hut zu bringen. Diese Entscheidung hat nichts damit zu tun, ob wir Landesliga oder 1. Amateurliga spielen, also keine sportliche, sondern eine private Entscheidung.“


Wie stark muss der Kader verändert werden, um bei einem evtl. Landesliga-Aufstieg bestehen zu können?

„Die Vereinsspitze hat sich damit schon ein wenig auseinandergesetzt. Wir haben das Glück, dass viele junge Spieler nachkommen und uns die Jugendregel keine Probleme bereiten wird. Heuer konnten diese in der 1. Mannschaft nur wenig eingesetzt werden, da der Juniorenkader sehr klein war und diese an den Samstagen immer dort spielen mussten. Spruchreifes gibt es aber noch überhaupt nichts, denn bevor der Aufstieg nicht fixiert ist, hat es auch keinen Sinn darüber mit Betreffende zu sprechen.“

Zur Person

  • Jürgen Reifer war als Spieler unter anderem bei Vahrn in der 1. Amateurliga, Landesliga und Oberliga tätig. Auch für Schabs spielte der 46-Jährige in den selben Ligen. In der 1. Amateurliga war Reifer auch für Mühlbach tätig.
  • Seine Trainerkarriere begann im Jugendbereich von Mühlbach, ehe er für 2 Jahre zu Natz wechselte. Seit 3 Jahren steht Reifer an der Seitenlinie von Gitschberg Jochtal.
  • Beruflich ist der 46-Jährige als staatlich geprüfter Bikeguide und Wanderführer unterwegs. Zudem ist er als diplomierter Vitalmasseur tätig.


Schlagwörter: Fussball Amateurfußball

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