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Der 2003 geborene Jakob Hofer (St. Pauls/rechts) fällt in der kommenden Saison unter die Jugendregelung. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Jugendregelung sorgt für Ärger bei den Oberliga-Klubs

Seit einigen Jahren gibt es für die heimische Oberliga eine „Extrawurst“ in Sachen Jugendregel. Damit ist jetzt Schluss, was bei den Vereinen wiederum gar nicht gut ankommt.

Wie aus dem Verbandsrundschreiben vom Donnerstag zu entnehmen ist, wird die Jugendspieler-Regelung in der Oberliga den italienweit geltenden Vorgaben angepasst. Das bedeutet, dass in der kommenden Saison 2022/23 ein je ein Spieler der Jahrgänge 2003 und 2004 auf dem Platz stehen muss. Bisher hatte Südtirol eine Ausnahme-Genehmigung.


Für viele Vereine ist die Umstellung ein kleiner Schock, denn in der laufenden Spielzeit genügt in der hiesigen Oberliga ein Spieler des Jahrgangs 2002. Generell ist die Jugendspieler-Regelung ein heißes Eisen. Den meisten Klubs ist sie seit Jahren ein Dorn im Auge – aus mehreren Gründen. Zum einen tun sich vor allem Dorfvereine schwer, jedes Jahr eigene Junge einzubauen, die mit 17-18 Jahren schon das Rüstzeug für die Oberliga mitbringen. Die Folge ist, dass bei den umliegenden Amateurvereinen „gewildert“ wird, was bei diesen wiederum für Ärger sorgt. Besonders begehrt sind Jugendspieler vom FC Südtirol.

Südtirols Vereine keine Befürworter der Jugendregel
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass viele junge Spieler nur zum Einsatz kommen, weil sie in ebendiese Jugendregelung fallen. Sobald sie zu alt dafür sind, stehen sie auf dem Abstellgleis. Damit wird die Regelung zum Bumerang für die jungen Fußballer. Müssen zwei Jugendspieler auf dem Feld stehen, braucht es mindestens vier weitere im Kader. Immerhin müssen Sperren und Verletzungen kompensiert werden können.

Südtirols Landes- und Oberliga-Vereine sind – bis auf wenige Ausnahmen – keine Befürworter der Jugendregelung. Dabei machte der Verband vor einigen Monaten gar den Vorschlag, die Zahl auf drei sogenannte Jahrgangsspieler zu erhöhen. Dies wurde von den Klubs abgelehnt. Stattdessen wurden Gegenvorschläge eingebracht, die in Bozen aber offenbar kein Gehör gefunden haben.

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