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Real-Coach Zinedine Zidane ist guten Mutes vor dem Schlagerspiel gegen Paris St. Germain. © APA/afp / GABRIEL BOUYS

Champions-League-Gigantenduell am Mittwoch in Madrid

Das Achtelfinale der Fußball-Champions-League wartet am Mittwochabend (20.45 Uhr) mit einem Gigantenduell auf. Schon in der ersten K.o.-Runde treffen Titelverteidiger Real Madrid und der französische Meister Paris St. Germain im Spitzenspiel aufeinander. Dazu empfängt der FC Porto den englischen Topclub Liverpool. Die Rückspiele steigen am 6. März.

Für die beiden europäischen Topclubs Real und PSG kann es am Mittwoch schon um den Erfolg einer ganzen Saison gehen. Während Real nach einem bisher durchwachsenen Spieljahr kaum mehr eine Chance auf den spanischen Meistertitel hat, ist die Champions League für den französischen Serienmeister aus Paris das letzte unerreichte, große Ziel.

Die große Bedeutung des Duells strich auch Reals Star Cristiano Ronaldo hervor: „Diese Begegnung ist ein Match, das eine ganze Saison prägen kann“, sagte der Portugiese. Dem pflichtete auch sein Teamkollege Luka Modric bei: „Gegen Paris spielen wir um unsere gesamte Saison.“ Für Real-Trainer Zinedine Zidane geht es gegen PSG um seine persönliche Zukunft. „Das ist klar“, sagte der Franzose auch selbst.

„In komplizierten Momenten ist Real immer wieder da“


Dabei kam Real zuletzt wieder etwas besser in die Spur. Immerhin schon seit vier Spielen sind die Madrilenen in der Liga ungeschlagen, am Wochenende gab es ein 5:2 gegen Deportivo La Coruna, in den vergangenen beiden Heimspielen gelangen zwölf Tore. Zidane schickte auch bereits eine Warnung nach Paris: „In komplizierten Momenten ist Real immer wieder da. Wir werden alles tun, um die Champions League zu gewinnen.“

Der Respekt vor den Parisern ist dennoch groß. „Wir werden auf eine große Mannschaft mit exzellenten Spielern treffen“, sagte Ronaldo. Die Mannschaft von PSG-Trainer Unai Emery, dessen Zukunft wohl auch am Ausgang der Champions-League-Saison hängt, hat vor allem vor der Atmosphäre im Estadio Bernabeu Respekt. „Es braucht auch psychische Stärke. Das ist ohne Zweifel das, woran es uns in den vergangenen Saisonen gemangelt hat“, sagte PSG-Mittelfeldspieler Adrien Rabiot.

In der vergangenen Saison war Paris nach einem 4:0-Heimsieg im Achtelfinale mit einem 1:6 beim FC Barcelona noch ausgeschieden. In den Jahren davor kam das Aus jeweils im Viertelfinale gegen Manchester City und den FC Barcelona.

Liverpool will wieder einmal ins Viertelfinale


In der zweiten Partie des Abends treffen Porto und Liverpool aufeinander. Beim portugiesischen Tabellenführer wollen die „Reds“ den Grundstein für den ersten Einzug ins Viertelfinale der „Königsklasse“ seit 2009 legen. Großer Trumpf des von Jürgen Klopp trainierten Tabellendritten der englischen Premier League wird auch in Porto die Offensive sein.

Stürmer Mohamed Salah erzielte am Wochenende beim 2:0-Sieg in Southampton bereits seinen 21. Liga-Treffer in dieser Saison und ist der zweitbeste Scorer – nach Tottenhams Harry Kane. In der Champions League gelangen Salah fünf Tore und eins in der Qualifikation. Teamkollege Roberto Firmino schoss am Sonntag seinen zwölften Liga-Treffer. Auf europäischer Ebene hat der Brasilianer in dieser Spielzeit sieben Treffer auf dem Konto.

Trotzdem ist Porto-Kapitän Hector Herrera davon überzeugt, dass sein Team auch gegen den Favoriten aus Liverpool weiterkommen kann. „Wir glauben fest an unsere Chancen, auch wenn wir uns darüber im Klaren sind, dass es extrem schwierig sein wird“, wurde der Mexikaner auf der Vereinswebsite zitiert.

Beide Spiele gibt es am Mittwochabend im „SportNews“-Liveticker.

Autor: apa/afp/dpa/reuters