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Martin Erlic grätscht den Ball vor Ciro Immobile ab: Der kroatische Verteidiger ist Stammkraft bei Spezia in der Serie A. © APA/afp / FILIPPO MONTEFORTE

Costantino, Thiam, Erlic & Co: Wo spielen sie jetzt?

Seit der FC Südtirol in der 3. Liga spielt, sind viele Spieler nach Bozen gekommen und wieder gegangen. SportNews hat sich auf Spurensuche begeben und recherchiert, wo die Ex-Weißroten jetzt ihre Brötchen verdienen – kometenhafte Aufstiege und bittere Niedergänge inklusive.

An einige Spieler werden sich nur die eingefleischten FCS-Fans erinnern, andere – wie Rocco Costantino – spielten sich im Drususstadion in das Rampenlicht. Jahre später haben einige Ex-Südtiroler den Durchbruch geschafft und spielen über die ganze Welt verstreut in Spitzenligen. Andere haben den Zug verpasst. SportNews präsentiert eine Auswahl.

Soma Novothny: VfL Bochum
Im Winter 2015 kam Soma Novothny von Napoli zum FC Südtirol. Der junge Ungar erzielte in den ersten fünf Spielen vier Tore, konnte diese Form aber nicht halten. Es kam im Verlauf der Saison kein weiterer Treffer dazu. Zwar kam der bullige Stürmer zumeist über 90 Minuten zum Einsatz, doch bleibenden Eindruck hinterließ Novothny nicht. In der Folge gab es ein Korea-Abenteuer, ehe er in seiner Heimat zum Erstligaspieler reifte. Aktuell spielt Novothny in Bochum (2. Bundesliga), wo er in elf Spielen bisher zwei Treffer erzielte.
Pablo Lima: La Equidad
Der Uruguayer konnte in der Saison 2015/16 keine Spuren beim FC Südtirol hinterlassen. Nach zehn Ligaeinsätzen wechselte Lima zurück nach Südamerika, wo er zunächst in der 2. Liga in seiner Heimat kickte. Vor drei Jahren folgte der Wechsel zu La Equidad (1. Liga, Ecuador), wo er absoluter Stammspieler im Mittelfeld ist und sogar in der Copa Sudamericana (die Europa League von Südamerika) spielt. Gemeinsam mit Lima kam Nicholas Crovetto aus Südamerika zum FC Südtirol. Der Linksverteidiger war gesetzt, verließ den italienischen Fußball aber ebenfalls nach einem Jahr wieder. Seitdem ist er ein wichtiger Bestandteil von Audax Italiano, einem Verein aus der chilenischen Topliga.

Pablo Lima (links) ist in Ecuador glücklich geworden und ist in der Copa Sudamericana im Einsatz. © APA/afp / LUIS ROBAYO

Ettore Gliozzi: Cosenza
Der Stoßstürmer kam aus der Jugendabteilung von Sassuolo nach Bozen und war eine Wucht. In zwei Jahren erzielte er 25 Tore. Gliozzi ist längst in der Serie B angekommen, läuft mittlerweile für Cosenza auf und hat in der laufenden Saison bereits 7 Treffer erzielt. Gut möglich, dass er im Sommer bei seinem Stammverein Monza eine Chance erhält.
Valon Ahmedi: Shaktjor Soligorsk
Zu einem Weltenbummler hat sich der in Südtirol aufgewachsene Ahmedi entwickelt. Der zweifache Nationalspieler aus Albanien hat bereits Champions League gespielt und läuft jetzt in Belarus auf. Mit dem Traditionsverein Shaktjor Soligorsk liegt der 25-Jährige nach vier Spielen (in Belarus wird nach dem Kalenderjahr gespielt) mit dem Punktemaximum an der Tabellenspitze. Ahmedi konnte dabei einen Treffer und zwei Vorlagen beisteuern.

Valon Ahmedi in einem Europa-League-Spiel gegen Tottenham. © APA/afp / ROBERT ATANASOVSKI

Martin Erlic: Spezia
Dass der Kroate enorm viel Potenzial mitbringt, war bereits in seiner Zeit beim FC Südtirol (2017/2018) ersichtlich. Nach einer schweren Knieverletzung feierte der Innenverteidiger vor einem Jahr den Aufstieg in die Serie A. Bei Spezia ist er Stammspieler (22 Spiele, 2 Tore), zudem war Erlic fester Bestandteil der kroatischen U21-Nationalmannschaft. Ihm steht der Weg nach oben offen – genauso wie seinem Teamkollegen Emanuele Gyasi. Der Stürmer hat in der laufenden Serie-A-Saison bereits zehn Scorerpunkte gesammelt.
Renny Smith: WSG Tirol
Keine Stammkraft, aber stets der erste Einwechselspieler war Smith unter Trainer Paolo Zanetti. Nach nur einem Jahr wechselte der englisch-österreichische Doppelstaatsbürger nach Holland, wo er in der 2. Liga bei Dordrecht den Durchbruch schaffte. Seit seinem Wechsel nach Wattens ist der Mittelfeldmann erneut kein Stammspieler mehr, allerdings als Joker sehr gefragt. In 16 Bundesliga-Spielen gelangen ihm zwei Tore.

Fanliebling und Goalgetter in Südtirol: Rocco Costantino. © Alle Bilder: DLife

Rocco Costantino: Pro Vercelli
Beim FC Südtirol der gefeierte Goalgetter (24 Tore in zwei Jahren), ist der Vollblut-Stürmer auch seit seinem Abgang in der Serie C aktiv. Getroffen hat Costantino bei all seinen Stationen – allerdings nicht mehr in dieser Regelmäßigkeit, wie bei den Weißroten. Aktuell steht Costantino bei Pro Vercelli (Kreis A) unter Vertrag, wo er in der Rückrunde viermal eingenetzt hat.
Mario Ierardi: Vicenza
Absoluter Leistungsträger beim FC Südtirol, doch dann kam das Verletzungspech. Ein Rückenleiden setzte den Verteidiger fast ein Jahr lang außer Gefecht. Für seinen neuen Klub Vicenza kam Ierardi in der Serie B noch zu keinem Einsatz – dabei würde der 23-Jährige sämtliche Voraussetzungen dafür mitbringen.

Als junges Talent im Drususstadion, jetzt Nationalspieler und in Istabul: Mame Baba Thiam. © max pattis

Mame Baba Thiam: Fenerbahce
Einen steilen Aufstieg hat der Senegalese hinter sich. 2012 kam er als 19-Jähriger zum FC Südtirol (6 Tore in 30 Spielen), mittlerweile ist er Nationalspieler und Stammspieler bei Traditionsklub Fenerbahce in der Türkei. Zwischendurch gewann der Stürmer den Pokal im Iran und Griechenland – was für eine Erfolgsgeschichte.
Irakli Shekiladze: Emmenbrück
Der Georgier war ein kompletter Flop, erzielte für den FC Südtirol keinen einzigen Treffer. Als U21-Nationalspieler gekommen, ist der Stürmer mittlerweile weit von der Nationalmannschaft entfernt. Für den Profifußball reichte es für Shekiladze, trotz elf Serie-B-Spielen für Empoli, schlussendlich nicht. Mittlerweile spielt er mit 28 Jahren in der 5. Schweizer Liga für den FC Emmenbrück.

Schlagwörter: Fussball

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