a Oberliga

Daniel Kaneider ist Torhüter, Kapitän und Antreiber des Bozner FC. (Foto: Runggaldier)

Der steile Sinkflug des Bozner FC

Vor wenigen Monaten noch erlebte der Bozner FC einen Höhenflug, der am 11. Juni in Sardinien trotz eines spektakulären 3:3 gegen Budoni mit dem hauchdünn verpassten Aufstieg in die Serie D zu Ende gegangen ist. Seit damals hat sich viel geändert und der Bozner FC muss statt um den Aufstieg gegen den Abstieg kämpfen – und vor allem seine Negativserie stoppen.

Nach dem Abgang von Torjäger Fabio Bertoldi, der in 4 Jahren beim Bozner FC 90 Tore erzielt hatte, von Abwehrchef Bernardo Ceravolo und von Erfolgstrainer Flavio Toccoli konnte schon damit gerechnet werden, dass sich der Bozner FC heuer schwertun würde. Dass allerdings die Bozner nach 14 Runden mit nur 7 Punkten das Tabellenende der Oberliga zieren, kommt dann doch ein bisschen unerwartet.


Saisonbeginn machte Mut

Die Saison des Bozner FC hatte zudem auch gar nicht so schlecht begonnen, denn auf die Auftaktniederlage zuhause gegen Lavis (1:2) folgten ein Auswärtssieg bei St. Martin (1:0) und drei Unentschieden daheim gegen den heutigen Tabellenführer Virtus Bozen (2:2), auswärts in Tramin (0:0) und daheim gegen Obermais (0:0). Nach fünf Runden hatten die Bozner somit zufriedenstellende sechs Punkte auf ihrem Konto.

Nach dem Match gegen Obermais riss dann plötzlich der Faden und der Bozner FC schlitterte in eine beeindruckende Negativserie, die den Orangeweißen in neun Partien ein mickriges Pünktchen einbrachte. In den jüngsten elf Partien haben Emanuele Bocchio & Co. zudem nur fünf Treffer erzielt (davon gleich drei beim 3:3 zuhause gegen Benacense).


Nur ein Sieg in 14 Spielen

Von den bisherigen 14 Spielen konnte der Bozner FC somit nur eines gewinnen, spielte viermal Remis und ging neunmal als Verlierer vom Platz, zuletzt fünfmal in Folge.

Und wer kein Glück hat, bei dem kommt auch noch Pech hinzu, denn zumindest in den jüngsten drei Partien zuhause gegen St. Pauls (0:2), bei Calciochiese (1:2) und zuhause gegen St. Georgen (0:3) konnte der Bozner FC lange Zeit den Gegnern Paroli bieten, ehe gegen Spielende dumme Fehler passierten und das Schicksal seinen Lauf nahm.


Am Sonntag Schicksalsspiel in Brixen

Trainer Fabio Ianeselli und sein junges Team bräuchten dringend Punkte, um zumindest ein bisschen Selbstvertrauen zu tanken. Vielleicht gibt es dazu am Sonntag Gelegenheit, denn die Bozner treten bei Brixen an, das zwar in der Tabelle drei Ränge vor dem Bozner FC liegt, aber fast doppelt so viele Gegentore hinnehmen musste (45 statt 23). Sollte der Bozner FC auch dieses Schicksalsspiel verlieren, würde der Klassenerhalt wohl schon zur Meisterschaftshälfte fast zur „Mission impossible“.


SN/ds

Autor: sportnews