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Joshua Kimmich & Co. beziehen künftig kein Gehalt mehr, wenn sie in Quarantäne geschickt werden. © POOL / ANDREAS GEBERT

Bayern greift durch: Kein Gehalt für ungeimpfte Profis

Der Ton wird rauer beim FC Bayern. Die lästige Corona-Problematik mit dem zugespitzten Reizpunkt Joshua Kimmich versuchte Julian Nagelsmann nach dem erstaunlichen Aussetzer der Münchner Fußballstars in Augsburg noch möglichst kurz abzuhandeln. Doch der Verein reagiert.

Als Ausrede für das frustrierende 1:2 war ihm der Ausfall des als Kontaktperson erneut in Quarantäne geschickten Impf-Zauderers Kimmich „zu plump“. Genervt ist Nagelsmann dennoch von den vielen Störgeräuschen nur zwei Wochen vor dem Gipfeltreffen in Dortmund.


Größtes Gesprächsthema ist der Impfstatus einzelner Bayern-Profis. Der Verein wirbt offensiv für eine Corona-Impfung, dringt aber bei einer geringen Anzahl von Spielern wie Kimmich mit seinen Argumenten nicht durch. „Es ist eine schwierige Situation“, bekannte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Die durchs Land rasende vierte Welle erfasst auch das Rekordmeister-Personal, mit Infektionen wie gerade bei den Abwehrspielern Niklas Süle und Josip Stanisic und Quarantäne-Konsequenzen für ungeimpfte Kollegen.

Kimmich fehlt auch in der Champions League
Die Bild am Sonntag enthüllte nun eine „knallharte Konsequenz“ der Bayern-Bosse um Oliver Kahn. Die als Kontaktpersonen in Quarantäne geschickten Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala und Erick Choupo-Moting (auch diese drei Spieler sind offenbar nicht geimpft) sollen für die jeweilige Ausfallzeit auf Teile ihrer üppigen Gehälter verzichten. Ein Ausfall wie von Kimmich gefährdet die Saisonziele des Rekordmeisters. Dem Spieler könnten durch die Gehaltsstreichung hingegen fast 800.000 Euro durch die Lappen gehen.

Serge Gnabry ist einer von vier ungeimpften Bayern-Profis. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

Und wenn Kimmich am 4. Dezember gegen Borussia Dortmund fehlt? Dazu vielleicht Gnabry und Musiala? Kimmich ist nun schon seit Wochen aus dem Trainings- und Wettkampfrhythmus – und fehlt auch am Dienstag in der Champions League bei Dynamo Kiew. Nagelsmann selbst bezeichnete es als „Fakt“, dass die Gefahr der ungeimpften Akteure deutlich größer sei, mehr Spiele und Trainingseinheiten zu verpassen als die geimpften. „Das liegt auf dem Präsentierteller“, so der Trainer.

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