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Laut Bild-Zeitung hört Hoeneß als Bayern-Präsident auf © SID/AFP / CHRISTOF STACHE

Hoeneß vor Rückzug beim FC Bayern – Profis reagieren überrascht

Die Ära Uli Hoeneß geht beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München offenbar nach 40 Jahren zu Ende. Die Bayern-Profis haben darauf mit Verwunderung reagiert.

Laut Bild -Zeitung wird der Präsident im November nicht mehr zur Wiederwahl antreten, auch seinen Posten als Aufsichtsratschef will Hoeneß demnach aufgeben. Der Klub wollte sich nicht zu den Gerüchten äußern.

Hoeneß hatte bis 1979 für die Bayern gespielt, nach seinem frühen Karriereende wurde er Manager des Klubs. 2009 wechselte der heute 67-Jährige auf den Posten des Präsidenten, den er während seiner Gefängnisstrafe wegen Steuerhinterziehung ab dem 2. Juni 2014 räumte. Nach der Haftentlassung kehrte er im Herbst 2016 zurück. Seit Anfang 2017 ist Hoeneß auch wieder Aufsichtsratsvorsitzender.

Hoeneß, als Spieler Weltmeister, Europameister, dreimal deutscher Meister und dreimal Europapokalsieger, formte den FC Bayern zum erfolgreichsten Klub Deutschlands. Die Münchner gewannen während seiner Tätigkeit als Manager und Präsident zweimal die Champions League und die große Mehrzahl der insgesamt 29 Meistertitel.

„Ich kann es mir gar nicht vorstellen“
Joshua Kimmich
Bayern Münchens Profis haben verhalten bis verwundert auf den möglichen Rückzug von Uli Hoeneß aus den Führungspositionen beim deutschen Fußball-Rekordmeister reagiert.

„Für mich persönlich ist es überraschend“, sagte Nationalspieler Joshua Kimmich nach dem 1:0 (1:0) im letzten Test auf der US-Reise gegen den AC Milan. „Ich kenne den FC Bayern eigentlich nur mit Uli Hoeneß. Ich weiß nicht, ob es ein Fakt ist oder nur ein Gerücht. Ich kann es mir gar nicht vorstellen.“
„Ein Schock, ich war auf so etwas nicht vorbereitet“
David Alaba
Auch für David Alaba ist ein FC Bayern ohne Hoeneß nur „schwierig“ vorstellbar. Laut Sport Bild meinte der Linksverteidiger: „Im ersten Moment war das ein Schock, ich war auf so etwas nicht vorbereitet.“

Andere Bayern-Stars gaben sich vorsichtig. „Er ist die prägende Figur in zig Jahrzehnten gewesen. Das ist schon einmalig. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich warte erstmal, dass er das persönlich vermeldet“, sagte Mittelfeldspieler Leon Goretzka, der das 1:0-Siegtor gegen Milan erzielt hatte.

Thomas Müller wollte den möglichen Abschied nicht kommentieren. „Das ist bisher nur über die Medien bekannt, ich habe keine Informationen aus erster Hand“, sagte der Ex-Nationalspieler. Und auch Trainer Niko Kovac hielt sich mit Äußerungen zunächst zurück.

Autor: sid

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