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Joshua Sargent steht mit Bremen vor dem Abstieg. © APA/afp / KAI PFAFFENBACH

Bremen am Abgrund: Jetzt hilft nur noch ein Wunder

Der einst ruhmreiche SV Werder Bremen steht 40 Jahre nach dem ersten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit.

Der viermalige deutsche Meister unterlag am Samstag am vorletzten Spieltag beim FSV Mainz 05 mit 1:3 und kann sich in der letzten Runde nur noch durch fremde Schützenhilfe in die Relegation retten. Zwei Punkte beträgt der Rückstand des Tabellenvorletzten auf Fortuna Düsseldorf.


Robin Quaison (25. Minute), Jean-Paul Boëtius (30.) und Edimilson Fernandes (85.) schossen die Tore zum Erfolg der Mainzer, die nun endgültig mit einem weiteren Jahr im Oberhaus planen können. Für Werder war der Treffer von Yuya Osako (58.) zu wenig. Den Bremern droht damit ein ähnliches sportliches Schicksal wie 1980, als sie erstmals abgestiegen waren. Letzter Gegner ist am nächsten Samstag der 1. FC Köln, der Tabellen-16. Düsseldorf gastiert zur gleichen Zeit bei Union Berlin.

Meister-Bayern jagen 100-Tore-Marke
Die Meister-Bayern um Doppeltorschütze Robert Lewandowski dürfen dagegen weiter auf die 100-Tore-Marke hoffen. Durch das 3:1 am Samstag gegen den SC Freiburg schraubten die Münchner ihre Ausbeute auf 96 Tore hoch. Nur die Gerd-Müller-Bayern der Saison 1971/72 übertrafen mit 101 Toren die Hunderter-Marke.

Robert Lewandowski traf für Bayern doppelt. © APA/afp / SVEN HOPPE


Außer Robert Lewandowski (24./37.), der jetzt bei 33 Toren hält, ließ Joshua Kimmich (15. Minute) die Bestmarken-Bayern vier Tage nach dem Vollzug der 30. Meisterschaft wieder jubeln. Sven Ulreich wurde als Vertreter von Manuel Neuer im Tor des FC Bayern nur von Lucas Höler (33.) überwunden.
Dortmund ist Vize-Meister
Borussia Dortmund machte dagegen die Vize-Meisterschaft perfekt: Im Spitzenspiel gegen Leipzig gewann der BVB am Samstag völlig verdient mit 2:0 bei den Sachsen. Leipzig ist dank der Niederlage von Leverkusen in Berlin trotzdem aufgrund der klar besseren Tordifferenz so gut wie sicher für die Königsklasse qualifiziert.

Ausgerechnet Erling Haaland (30.) brachte Dortmund in Führung. Der Norweger war im Winter auch heißer Kandidat in Leipzig, schaute sich das Trainingszentrum persönlich an. Am Ende entschied sich der 19-Jährige allerdings für die Borussia. Nach einem Brandt-Pass drückte erneut Haaland in der Nachspielzeit den Ball zum 2:0 über die Linie.
Bundesliga, 33. Spieltag
Bayern München – Freiburg 3:1
1:0 Kimmich (15.), 2:0 Lewandowski (24.), 2:1 Höler (33.), 3:1 Lewandowski (37.)

Düsseldorf – Augsburg 1:1
0:1 Niederlechner (10.), 1:1 Hennings (26.)

Köln – Eintracht Frankfurt 1:1
1:0 Elfmeter Kainz (45.), 1:1 Dost (72.)

Hertha BSC – Bayer Leverkusen 2:0
1:0 Cunha (22.), 2:0 Lukebakio (54.)

Hoffenheim – Union Berlin 4:0
1:0 Bebou (11.), 2:0 Kramaric (39.), 3:0 Dabbur (45.), 4:0 Baumgartner (68.)

Mainz – Weder Bremen 3:1
1:0 Quaison (25.), 2:0 Boetius J-R. (30.), 2:1 Osako (58.), 3:1 Fernandes (85.)

Paderborn – Möchengladbach 1:3
0:1 Herrmann (4.), 1:1 Michel (54.), 1:2 Elfmeter Stindl (55.), 1:3 Stindl (73.)

RB Leipzig – Dortmund 0:2
0:1 Haaland (30.), 0:2 Haaland (90.)

Schalke – Wolfsburg 1:4
0:1 Weghorst (16.), 0:2 Weghorst (56.), 0:3 Mbabu (59.), 0:4 Victor (69.), 1:4 Matondo (70.)

Tabelle
SPGUVTVP
1. Bayern München33254496:3279
2. Bor. Dortmund33216684:3769
3. RB Leipzig331712479:3663
4. Bor. M. Gladbach33195964:3962
5. Bayer Leverkusen33186960:4460
6. VfL Wolfsburg3313101048:4249
7. 1899 Hoffenheim331471249:5349
8. SC Freiburg331291244:4745
9. Eintracht Frankfurt331261556:5842
10. Hertha BSC Berlin331181447:5741
11. FC Schalke 04339121238:5439
12. 1. FC Union Berlin331151738:5838
13. FSV Mainz 05331141844:6437
14. 1. FC Köln331061750:6336
15. FC Augsburg33991544:6136
16. Fortuna Düsseldorf336121536:6430
17. Werder Bremen33771936:6828
18. SC Paderborn33482135:7120


Autor: dpa/det

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