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Dortmunds Joker Achraf Hakimi traf zum 2:1 für den BVB © SID / UWE KRAFT

BVB für spätes Aufbäumen belohnt

Mit letztem Willen und viel Glück hat Borussia Dortmund seinen ersten Patzer in der Bundesliga-Saison verhindert. Der selbsternannte Meisterschaftskandidat bäumte sich beim sensationell rackernden und rennenden Aufsteiger 1. FC Köln am Freitagabend erst in der zweiten Halbzeit auf - aber immerhin noch rechtzeitig für ein hart erkämpftes 3:1 und den zweiten Sieg im zweiten Spiel.

Der BVB, der so gerne den FC Bayern stürzen würde und im Titelkampf vorlegte, blieb lange Zeit vieles schuldig - Dominick Drexler (29.) hingegen versetzte die ohnehin aufgepeitschten FC-Fans mit seinem ersten Bundesligator vollends in Ekstase. Die Dortmunder wirkten vor 50.000 Zuschauern beeindruckt, fahrig, sie fanden lange einfach nicht in den Kampfmodus. Jadon Sancho (70.), Joker Achraf Hakimi (86.) und Paco Alcacer (90.+4) schritten zur Rettung, der FC bleibt punktlos.

Der Aufsteiger aus Köln verkaufte sich allerdings exzellent, er raubte dem Gast mit Härte die Lust am Spiel und hatte durch Modesteine gute Chance (27.). Der BVB spielte zu lässig und kassierte nach einem Eckball das verdiente Gegentor. Fortan gerieten die Borussia-Stars mächtig ins Schwimmen, sie vertändelten den Ball im Spielaufbau und schenkten ohne Not weitere Ecken her, Bürki handelte sich gegen das aggressive Pressing beinahe ein Eigentor ein.

Das Gerüst wankte. Die erste richtige Dortmunder Torchance war ein scharfer Ball von Lukasz Piszczek (42.) kurz vor der Pause, in der Lucien Favre noch auf Auswechslungen verzichtete. Weiter wurde der Ballführende von den Kölnern ständig gehetzt und bearbeitet. Die Südtribüne bejubelte nach einer Stunde zudem das vermeintliche 2:0, Modeste stand jedoch eindeutig im Abseits.

Der BVB wehrte sich aber allmählich: Paco Alcacer (55.) und Reus (63.) scheiterten am aufmerksamen FC-Torhüter Timo Horn, Brandt brachte zusätzlich neuen Schwung über die linke Seite. Was die Gastgeber kämpferisch und läuferisch leisteten, blieb bewundernswert. Doch sie wurden auch müde, was Sancho mit seinem Schlenzer von halbrechts ausnutzte und anschließend noch der in der in der 62. Minute eingewechselte Hakimi sowie Alcacer trafen.

Autor: sid

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