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David Alaba & Co. kamen gegen Union Berlin nicht über ein Remis hinaus. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

Die Bayern-Sorgen werden größer

Vor der großen Champions-League-Herausforderung bei Paris Saint-Germain hat der personell schwer getroffene FC Bayern seine Bundesligapflicht mit einer Not-Elf nicht erfüllen können.


Der deutsche Rekordmeister kam ohne neun seiner Stars am Samstag nur zu einem 1:1 gegen den 1. FC Union Berlin. Joker Marcus Ingvartsen (86. Minute) sorgte mit seinem späten Ausgleich für Frust beim Triplesieger, dessen Vorsprung sich in der Tabelle auf Leipzig auf fünf Zähler verringerte.

Coman und Musiala angeschlagen
Der Führungstreffer von Nationalspieler Jamal Musiala (68.) war zu wenig für die Münchner, bei denen Kingsley Coman zur Halbzeit ausgewechselt wurde. In der ersten Hälfte war der Franzose nach rund einer halben Stunde behandelt worden. Sollte der Finaltorschütze aus dem Champions-League-Endspiel im Viertelfinal-Rückspiel am Dienstag in Paris nicht in Topform sein oder gar ausfallen, wäre das beim Kampf um das Weiterkommen nach dem 2:3 im Hinspiel ein weiterer Schlag für Trainer Hansi Flick in unruhigen Bayern-Tagen.
Flick weicht Fragen zu seiner Zukunft aus
Der 56-Jährige hatte sich vor dem Anpfiff der Union-Partie wie angekündigt nicht zu seiner Zukunft oder zu Fragen im Zusammenhang mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic geäußert. „Nächste Frage“, entgegnete Flick vor seinem 200. Bundesligaspiel als Trainer und Spieler bei solchen Themen.

Hansi Flick wollte keine Fragen zu seiner Zukunft kommentieren. © APA/afp / ANDREAS GEBERT

„Wir hatten im letzten Jahr eine Mannschaft, die – und das weiß jeder und da wird mir jeder zustimmen – qualitativ besser war als die Mannschaft dieses Jahr“, hatte Flick am Freitag bei der PK gesagt. Dies wurde als klare Spitze gegen Salihamidzic gewertet.

Riesengroß war Flicks Erleichterung am Samstag, als Musiala die Münchner Überlegenheit mit dem 1:0 belohnte. Thomas Müller hatte im Union-Strafraum am schnellsten geschaltet und Musiala bedient. Der schloss eiskalt ab. Auch der Torschütze musste wenig später behandelt und ausgewechselt werden; er wirkte aber nicht schwerer verletzt. Spätestens der späte Ausgleichstreffer für Union drückte dann aber wieder die Bayern-Stimmung.
Spektakuläre Spiele in Frankfurt und Stuttgart
Eintracht Frankfurt hat das Spitzenspiel der Bundesliga spektakulär gewonnen und nähert sich mit großen Schritten der erstmaligen Champions-League-Teilnahme. Angeführt vom Sturmduo Luka Jovic und André Silva besiegte der Tabellenvierte aus Hessen am Samstag den VfL Wolfsburg mit 4:3 und rückt damit bis auf einen Zähler an die Niedersachsen heran. Daichi Kamada (8. Minute), Jovic (27.), Silva (54.) und Erik Durm (61.) erzielten die Tore für die Eintracht, die eine Woche nach dem 2:1 in Dortmund die nächsten wichtigen Punkte für eine Königsklassen-Premiere sammelte.

Youngster Ansgar Knauff erzielte den Siegtreffer für den BVB. © APA/afp / KAI PFAFFENBACH

Borussia Dortmund hat seine minimale Chance auf die erneute Qualifikation für die Champions League gewahrt. Der Revierclub setzte sich am Samstagabend mit 3:2 beim VfB Stuttgart durch. Bei noch sechs ausstehenden Partien in der Fußball-Bundesliga bleibt der BVB damit sieben Zähler hinter dem Tabellenvierten Eintracht Frankfurt. Jude Bellingham (47. Minute), Marco Reus (52.) und Ansgar Knauff (80.) trafen für Dortmund. Sasa Kalajdzic (17.) und Daniel Didavi (78.) erzielten die Tore für Aufsteiger Stuttgart, der weiter hinter den Europapokal-Rängen liegt.
Bundesliga: Die Spiele vom Samstag
Bayern – Union Berlin 1:1
1:0 Musiala (68.), 1:1 Ingvartsen (86.)

Frankfurt – Wolfsburg 4:3
0:1 Baku (6.), 1:1 Kamada (8.), 2:1 Jovic (27.), 2:2 Weghorst (46.), 3:2 Silva (54.), 4:2 Durm (61.), 4:3 Philipp (85.)

Hertha – Gladbach 2:2
1:0 Ascasibar (23.), 1:1 Plea (27.), 1:2 Elfmeter Stindl (38.), 2:2 Cordoba (49.)

Bremen – Leipzig 1:4
0:1 Olmo (23.), 0:2 Sørloth (32.), 0:3 Sørloth (41.), 1:3 Rashica (61.), 1:4 Sabitzer (63.)

Stuttgart – Dortmund 2:3
0:1 Kalajdzic (17.), 1:1 Bellingham (47.), 1:2 Reus (52.), 2:2 Didavi (78.), 2:3 Knauff (80.)

SPGUVTVP
1. Bayern München28205380:3665
2. RB Leipzig28186452:2360
3. VfL Wolfsburg28159449:2654
4. Eintracht Frankfurt281411359:4053
5. Bor. Dortmund281441058:4146
6. Bayer Leverkusen28128845:3244
7. 1. FC Union Berlin28913642:3440
8. Bor. M. Gladbach281010848:4340
9. VfB Stuttgart28109950:4439
10. SC Freiburg281071140:4237
11. FC Augsburg28951429:4232
12. 1899 Hoffenheim28871341:4731
13. Werder Bremen28791232:4330
14. FSV Mainz 0528771430:4828
15. Hertha BSC Berlin28681434:4826
16. Arminia Bielefeld28751622:4626
17. 1. FC Köln28581527:5023
18. FC Schalke 0428271918:7113

Schlagwörter: Fussball

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