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Vieles deutet auf eine Trennung zwischen Hansi Flick und dem FC Bayern am Saisonende hin. © SID / CHRISTOF STACHE

Flick genervt: Trennung wird immer wahrscheinlicher

Rund um das Champions-League-Viertelfinale zwischen dem FC Bayern München und Paris St. Germain dominierte vor allem wieder ein Thema: Die Beziehung zwischen Trainer Hansi Flick und den Bayern-Bossen.


Für Jerome Boateng ist beim FC Bayern am Saisonende Schluss, wie Sportvorstand Hasan Salihamidzic vor dem Anpfiff verkündete. Als Flick nach der 2:3-Niederlage gegen PSG gefragt wurde, ob ihn eine solche Bekanntmachung kurz vor einem wichtigen Spiel störe, ließ er mächtig Ärger erkennen.



„Ich muss hier professionell auch Fragen beantworten. Alles muss ich jetzt auch nicht beantworten, weil ich es auch nicht möchte“, sagte Flick, legte aber vielsagend nach. „Ich muss da ein bisschen Schauspielern auch. Gehört auch dazu zum Trainerjob.“ Der Aussage ließ er ein Lächeln folgen – und viel Interpretationsspielraum. Unter Flick hatte Boateng zu seiner alten Stärke zurückgefunden. Der Trainer hatte dem Verteidiger in der Vergangenheit stets den Rücken gestärkt.
Meinungsverschiedenheiten mit Salihamidzic
Der Burgfrieden zwischen ihm und Salihamidzic ist brüchig, dazu geht die Dauer-Debatte um Flicks Zukunft an die Nerven. Dabei gehe es unter anderem auch um die Sommerneuzugänge wie Alexander Nübel, Marc Roca, Bouna Sarr & Co., die Flick nicht genügend oft einsetzen würde. Die wiederholten Verweise der Protagonisten auf den bis 2023 laufenden Vertrag und die aktuellen sportlichen Herausforderungen bringen keine Klarheit.

Salihamidzic vermeidet ein klares Bekenntnis zu Flick über die Saison hinaus. © SID / SVEN HOPPE

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge betonte vor dem Paris-Knaller zwar noch einmal, dass der DFB „ohne Hansi“ planen müsse. Zweifel bleiben aber. So gibt es von den restlichen Bayern-Verantwortlichen wie Kahn und Salihamidzic keine klare Aussagen zu Flicks Zukunft. Immer wieder weichen die beiden bei diesem Thema aus und verweisen auf die Vertragslaufzeit des Trainers. Auch Flick selbst vermeidet ein klares Bekenntnis zum Rekordmeister über die Saison hinaus.
Wechsel zum DFB?
Deutsche TV-Experten wie Lothar Matthäus oder Dietmar Hamann sind der festen Meinung, dass sich die Wege vom FC Bayern und Hansi Flick zum Saisonende trennen werden. Als Wunschlösung für seine Nachfolge wird Julian Nagelsmann gehandelt. Der Leipzig-Trainer hat – wie Flick – einen Vertrag bis 2023. Der 33-Jährige hat in der Vergangenheit bereits klargestellt, dass er sich in Zukunft eine Engagement beim FC Bayern vorstellen könne.

Das nächste Aus der bereits im Pokal gescheiterten Bayern, die nach 19 Spielen und erstmals überhaupt unter Flick in der Königsklasse verloren, könnte das Betriebsklima beim Sechsfach-Champion verschlechtern. Für Flick könnte sich derweil im Sommer eine andere Tür öffnen. Dass der ehemalige Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft beim DFB die Nachfolge von Joachim Löw antreten wird, gilt als nicht unwahrscheinlich.

Autor: dl

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