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Höwedes und Schürrle hören auf - was macht Götze? © SID / PEDRO UGARTE

Götze, Özil und Co.: WM-Helden mit unsicherer Zukunft

Benedikt Höwedes verlässt das „knallharte Geschäft“, Andre Schürrle „braucht keinen Beifall mehr“ - binnen zwei Wochen haben zwei Weltmeister von 2014 ihre Karrieren beendet. Sechs Jahre nach dem monumentalen Triumph von Rio de Janeiro haben sich die Wege der WM-Helden weit verstreut. Der SID zeigt, welche Profis vor einer ungewissen Zukunft stehen.

MARIO GÖTZE
ARD-Kommentator Tom Bartels wollte, dass er ihn macht - und Mario Götze machte ihn. Nach seinem glorreichen Siegtreffer im WM-Finale gegen Argentinien wurde der damalige Bayern-Star immer wieder an seiner Heldentat von Rio gemessen. Diesen Ansprüchen konnte Götze sowohl beim Rekordmeister unter Pep Guardiola als auch nach seiner Rückkehr zu Borussia Dortmund nicht gerecht werden. Nach seinem BVB-Abschied in diesem Sommer sucht der 28-Jährige derzeit einen neuen Klub.
MESUT ÖZIL
Mit rund 385.000 Euro Wochengehalt ist Özil seit Jahren der Topverdiener des englischen Traditionsvereins FC Arsenal. Sportlich hat Teammanager Mikel Arteta allerdings keine Verwendung mehr für den 2018 unter viel Wirbel aus der Nationalmannschaft zurückgetretenen Offensivspieler. Seit dem Corona-Restart hat Özil in der Premier League keine einzige Minute gespielt - auch, aber nicht nur wegen leichter Rückenprobleme. Die Gunners möchten den 31-Jährigen deshalb gerne in diesem Sommer von der Gehaltsliste streichen.
SAMI KHEDIRA
Ähnlich zur Situation von Mesut Özil spielt auch Khedira keine Rolle mehr beim italienischen Meister Juventus. Seine fünfte Saison bei der Alten Dame ist wegen einer Knie-OP sowie einer Adduktorenverletzung die bislang härteste für den gebürtigen Stuttgarter. Der 33-Jährige, der in der Saison 2019/20 nur auf 18 Einsätze bei Juve kam, hat laut italienischen Medien sogar um eine Auflösung seines Vertrages gebeten.
JULIAN DRAXLER
Zumindest in den kommenden Wochen plant Trainer Thomas Tuchel vom französischen Starensemble Paris St. Germain noch mit Julian Draxler. Im Winter 2017 für 36 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg gekommen, ist der 26-Jährige in der Hauptstadt meist nur Teilzeit-Arbeiter. In dieser Saison absolvierte Draxler bislang nur acht Pflichtspiele über die volle Spieldauer. Nach dem Finalturnier der Champions League in Lissabon „müssen wir mit ihm reden und uns über die Situation unterhalten“, sagte Tuchel zur Zukunft des Ex-Schalkers.
RON-ROBERT ZIELER
Auch für den dritten Torhüter der Rio-Mannschaft läuft es alles andere als rund. Der 31-Jährige wagte nach dem Abstieg mit Hannover 96 im Jahr 2016 den Sprung zum damaligen englischen Meister Leicester City, musste dort aber zumeist auf der Bank Platz nehmen. Im vergangenen Sommer kehrte Zieler nach dem Abstieg mit dem VfB Stuttgart nach Hannover zurück. Am Donnerstag wurde ihm beim Zweitligisten nun mit Michael Esser eine neue Nummer eins vorgesetzt. Wie es für Zieler (Vertrag bis 2023) weitergeht, ist vollkommen offen.
LUKAS PODOLSKI
Der Stimmungsmacher des deutschen Weltmeisterkaders ist schon seit 2015 nicht mehr im absoluten Spitzenfußball vertreten: Stattdessen sammelte der Linksfuß in den letzten fünf Jahren bei Galatasaray Istanbul, Vissel Kobe und aktuell im Trikot von Antalyaspor durch sein lockeres Auftreten viele Sympathien. Darüber hinaus arbeitet der 35-Jährige in seiner Heimat Köln an seinem außersportlichen Vermächtnis: Nach Klamotten-, Eis- und Dönerläden eröffnete er jüngst eine Soccerhalle, außerdem wird immer wieder über eine Rückkehr zum 1. FC Köln als Funktionär spekuliert.

Autor: sid

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