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Köln jubelt über den Sieg. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

Irrer Kölner Zittersieg in Augsburg

Der 1. FC Köln setzt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen weiteren Akzent und zieht Augsburg wieder mit in die Gefahrenzone. Das Aufbäumen der anfangs desolaten Gastgeber kommt zu spät.

Friedhelm Funkel jubelte kurz am Spielfeldrand und musste dann erst mal ganz tief durchatmen. Die Rettungsmission des Trainer-Oldies beim 1. FC Köln hat in einem verrückten Fußballspiel beim FC Augsburg weiteren Schwung erhalten. Drei Tage nach dem 2:1 gegen RB Leipzig hätten die Rheinländer zum Auftakt des 31. Spieltags in der Bundesliga beim 3:2-Zittersieg allerdings beinahe einen klaren Vorsprung noch verspielt. „Wir sind sehr froh, dass wir die drei Punkte geholt haben und können das jetzt auch mal genießen. Köln lebt auf jeden Fall“, sagte Torschütze Florian Kainz bei DAZN.


Mit 29 Punkten rückten die Kölner auf den Regelationsplatz 16 vor und bis auf vier Punkte an die anfangs desolaten Augsburger heran. Nach einem Traumstart mit einem Traumtor des brillanten Ondrej Duda (8. Minute) dominierten die Gäste am Freitagabend in der ersten Hälfte nach Belieben. Kainz (23.) und erneut Duda (33.) erhöhten auf 3:0.

„In der ersten Hälfte haben wir die Eier in der Kabine gelassen“
Doch die Gastgeber zeigten angetrieben vom eingewechselten Fredrik Jensen eine Reaktion: Robert Gumny (54.) und Ruben Vargas (62.) verkürzten, aber mit sehr viel Glück verhinderten die Kölner ein Komplett-Comeback der Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich.

„Was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war bodenlos“, sagte der Augsburger André Hahn. Sehr viel deutlicher wurde Torwart Rafal Gikiewicz. „In den ersten 45 Minuten haben wir die Eier in der Kabine gelassen“, schimpfte er über das Auftreten „wie im Abschlusstraining“. Er sehe „nichts Positives“, wolle aber nicht zu viel sagen, „sonst bekomme ich vielleicht eine Strafe“, so Gikiewicz.

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