a Deutschland

Durchlebte einen Abend mit Höhen und Tiefen: Julian Nagelsmann. © ANSA / SASCHA STEINBACH

Julian Nagelsmanns turbulenter Bayern-Einstand

Ein Eröffnungsspiel mit hohem Unterhaltungswert, ein überragender Torhüter und Diskussionen über Elfmeter, die es nicht gab. Die Trainer Nagelsmann und Hütter teilten sich mit ihren neuen Clubs am Ende die Punkte.

Als die Mannschaft von Borussia Mönchengladbach nach einem rasanten 1:1 (1:1) zum Bundesligaauftakt ihre Ehrenrunde im erstmals wieder fast halb voll besetzten Stadion drehte, war Julian Nagelsmann längst in den Katakomben des Borussia-Parks verschwunden. Den Sieg zum Einstand hatte sich der neue Trainer des FC Bayern München gewünscht, und er wäre auch möglich gewesen, doch erst konnten seine „Offensiv-Monster“ Borussias überragenden Torhüter Yann Sommer nicht erschrecken und dann hatte der junge Chefcoach am Ende auch noch Glück, dass Schiedsrichter Marco Fritz in zwei kniffligen Strafraumszenen jeweils keinen Strafstoß für die Gastgeber gab.


„Wenn so viel darüber diskutiert wird, ist es meistens ein Zeichen dafür, dass man sie geben kann“, sagte Nagelsmann. In beiden Szenen (81. und 83. Minute) ging es um Zweikämpfe zwischen Gladbachs Stürmer Marcus Thuram und Dayot Upamecano. „Man darf sich nicht beklagen, wenn man einen Elfmeter gibt“, befand Borussias neuer Trainer Adi Hütter.

Marcus Thuram (Gladbach, links) und Dayot Upamecano lieferten sich einige harte Duelle. © ANSA / SASCHA STEINBACH


Die hitzige Schlussphase war aber nur die Fortsetzung des Spektakels, das sich die alten Rivalen zum Saisonauftakt lieferten. „Beide Teams hatten die Chancen, vier oder fünf Tore zu machen“, sagte Nagelsmann. „Wir hatten einen sehr schlechten Start ins Spiel, sind dann aber noch vor der Pause immer besser geworden und wenn wir dann nach dem Ausgleich das zweite Tor machen, entwickelt sich vielleicht ein anderes Spiel“, erklärte der Bayern-Coach.
Sommer wird zum Bayern-Schreck
Das wusste allerdings Gladbachs Torhüter Sommer zu verhindern. Der Schweizer Nationalkeeper ließ die Offensivabteilung des Rekordmeisters mit seinen Paraden verzweifeln. Lediglich Robert Lewandowski konnte Borussias Schlussmann einmal überwinden (42.) und damit die 1:0-Führung durch Alassane Plea (10.) ausgleichen. „Wir wussten vorher, dass wir viele Bayern-Wellen überstehen müssen. Es ist gut ausgegangen heute. Ich bin happy mit diesem Punkt“, sagte Sommer. „Er hat fantastisch gehalten“, befand Gladbachs Kapitän Lars Stindl, der die Vorlage zum Führungstreffer gab.

Yann Sommer (hinten) hielt grandios. © APA/afp / INA FASSBENDER


Der Auftakt war so richtig nach dem Geschmack der 22.925 Besucher im Borussia-Park. Die Fans sorgten für ausgelassene Stimmung und unterstützten ihr Team lautstark, als sei das Stadion komplett gefüllt. „Endlich mal wieder ein richtig geiler, gelungener Abend im Borussia-Park. Es hat sich angefühlt, als wären hier 50.000 im Stadion“, sagte Stindl. Auch Sommer war begeistert. „Das war eine wunderschöne Atmosphäre. Ich hatte schon beim Einlaufen Gänsehaut. Lang ist's her“.

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 Sportnews - IT00853870210