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Joshua Kimmichs Tritt-Attacke gegen Jadon Sancho.

Kimmichs Tritt-Attacke sorgt für mächtig Wirbel

Eine Szene im Supercup-Duell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (0:2) ließ die Wogen hochgehen.

Was war passiert? Bayern-Star Joshua Kimmich wollte vor der Dortmunder Bank einen Einwurf schnell ausführen, Jadon Sancho blockierte mit dem Fuß den Ball. Der Münchner ließ sich infolgedessen zu einem unnötigen Tritt auf den Fuß des Engländers hinreißen – eine Tätlichkeit, die eigentlich hätte mit der Roten Karten bestraft werden müssen. Trotz aller Dortmunder Beschwerden beließ es Schiedsrichter Daniel Siebert mit Unterstützung des Videoassistenten bei einer Gelben Karte.



Kimmich zeigte sich uneinsichtig. „Ich war sauer, dass ich Gelb bekommen habe“, sagte der Nationalspieler vom FC Bayern und fügte hinzu: „Wenn ich Rot bekommen hätte, hätte ich wahrscheinlich getobt.“ Unterstützung erhielt Kimmich (24) vom Münchner Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der erklärte: „Ich hätte nicht mal eine Gelbe Karte gegeben.“
Ex-Schiri: „Das war Dunkelrot“
Mit dieser Meinung standen die beiden Bayern aber ziemlich allein da. Die Mehrheit hielt Kimmichs Tritt an der Außenlinie gegen Dortmunds Jadon Sancho im Supercup für rotwürdig. Als „dunkelrot“ stufte ihn gar Ex-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer als Experte der Bild am Sonntag ein. Und BVB-Manager Michael Zorc sagte zu Funke Sport : „Er tritt ihm mit Absicht auf den Fuß und der Tritt geht in Richtung Knöchel. Es kann keine andere Entscheidung als Rot geben.“

Den Vorsatz bestreitet Kimmich allerdings. „Das sieht vielleicht schlimm aus, aber es war gar keine Absicht. Und das wäre ja auch pure Dummheit gewesen, weil jeder hinguckt.“ Das tat auch Video-Assistent Robert Schröder, der Schiedsrichter Daniel Siebert aber keinen Hinweis gab. „Unverständlich“ war das für Kinhöfer. Und für Zorc: „Da kann man 35 Seminare bekommen, in dem Moment, in dem das so bewertet wird, braucht man den Videoschiedsrichter nicht.“

Autor: dpa/sid/det

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