a Deutschland

Nicht zu bremsen: Robert Lewandowski © APA/afp / CHRISTOF STACHE

Lewandowski & Co. überrollen Hertha BSC

Im anfangs starken Münchner Regen hat der FC Bayern mit seiner auftrumpfenden Offensive um Dreierpacker Robert Lewandowski den Tabellenletzten Hertha BSC locker nass gemacht.

Nach dem 5:0 (2:0) am Samstagabend darf sich Trainer Julian Nagelsmann nach einer holprigen Vorbereitung über eine geglückte Startphase beim Fußball-Rekordmeister freuen. Mit sieben Punkten mischt der Bundesliga-Dominator gleich wieder oben in der Tabelle mit.


Leroy Sané musste am Samstagabend vor 25 000 Zuschauern in der Allianz Arena eine Stunde lang von der Ersatzbank aus zusehen, wie die Torschützen Thomas Müller (6. Minute), Lewandowski (35.) und Jamal Musiala (49.) den Favoriten auf Siegkurs brachten. Nagelsmann hatte Youngster Musiala und dem als Wegbereiter von zwei Treffern auftrumpfenden Serge Gnabry den Vorzug auf den Flügeln gegeben.

Applaus statt Pfiffe
Sané legte nach seiner Einwechslung dann aber Lewandowski dessen zweites Tor auf (70.), wofür auch der beim Heimsieg gegen Köln noch ausgepfiffene Außenstürmer Beifall erhielt. Lewandowski gelang sogar noch eine Zugabe per Kopf (84.). Im 13. Ligaspiel nacheinander traf der Weltfußballer damit – persönliche Bestmarke. Beim 4:3 gegen Hertha vor einem Jahr hatte er gar viermal getroffen.

Die früh in der Saison in der nächsten Krise angekommene Hertha hatte nur kurz nach Anpfiff die Chance, dem Spiel eine andere Wendung zu geben. Ein grober Fehlpass von Bayern-Ass Leon Goretzka ermöglichte Davie Selke eine Großchance. Aber den schwachen Schuss von Herthas Mittelstürmer fing Nationaltorhüter Manuel Neuer locker (3.). Danach verlief das Spiel so, wie es die Berliner befürchten mussten.

Julian Nagelsmann sah eine Hervorragende Vorstellung seines Teams. © APA/afp / CHRISTOF STACHE


Wenn die Münchner das Gaspedal durchtraten und offensiv mit Tempo kombinierten, waren die Herthaner überfordert. Nach einem energischen Solo von Gnabry kam der Ball über Musiala und Alphonso Davies zu Müller, der platziert abschloss. Ein robuster Ballgewinn von Goretzka gegen den früheren Bayern-Schreck Dodi Lukebakio war Ausgangspunkt des 2:0. Gnabrys Flanke köpfte Lewandowski erst an die Latte und im zweiten Versuch ins Tor. Der Pole musste beim Jubeln kurz innehalten: Erst der Videobeweis belegte, dass keine Abseitsposition vorlag.

Nach der Pause blieb es trocken, aber auf dem Spielfeld änderte sich wenig. Die Bayern allein bestimmten, was passierte. Und der 18-jährige Musiala bestätigte seine Nominierung für die Startelf mit dem feinen Tor zum 3:0, bei dem er sich geschickt in den Strafraum schlängelte. Nach einer Stunde verließ Musiala unter dem Applaus des Publikums den Rasen. Sané durfte für den jungen Nationalspieler, der immer mehr zu einem Konkurrenten wird, auf dem linken Flügel übernehmen. Das tat er engagiert und erfolgreich. Nach Doppelpass mit Müller schloss er nicht egoistisch ab, sondern bediente Torschütze Lewandowski perfekt.

Schlagwörter: Fussball

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 Sportnews - IT00853870210