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Riesenjubel beim FC Bayern nach dem Sieg gegen Mainz. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

Nach Stotterstart: Bayern zerlegt Mainz in alle Einzelteile

Beim unspektakulären Startelf-Debüt von Philippe Coutinho ist der FC Bayern München gegen den FSV Mainz 05 erst nach einer lethargischen Anfangsphase auf Touren gekommen. Der deutsche Serienmeister besiegte den punktlosen Tabellenletzten am Samstag in der Fußball-Bundesliga nach einem frühen Rückstand noch mit 6:1.

Die Neuzugänge Benjamin Pavard (36. Minute) und Ivan Perisic (54.) mit ihren ersten Toren im Bayern-Trikot sowie Freistoßschütze David Alaba (45.), Kingsley Coman (64.), Robert Lewandowski (78.) und Alphonso Davies (80.) trafen vor 75 000 Zuschauern in der Allianz Arena. Torjäger Lewandowski bejubelte am 3. Spieltag bereits seinen sechsten Saisontreffer. Der körperlich noch nicht spritzige und weitgehend wirkungslose Brasilianer Coutinho verließ den Platz gemeinsam mit Perisic nach 67 Minuten. Applaus gab's trotzdem.

Pavard: Zuerst pfui, dann hui
Bayern-Präsident Uli Hoeneß sah im ersten Spiel nach seiner Rückzugsankündigung aus der Vereinsführung zunächst eine Münchner Elf, die lethargisch, schlapp und uninspiriert über den Rasen trottete. Die Mainzer begannen wach, frech und handlungsschneller. Einen flotten Angriff vollendete Jean-Paul Boetius nach nur sechs Minuten zum überraschenden 1:0 für die Gäste. Der Torschütze war Pavard entwischt.

Der Weltmeister aus Frankreich durchlebte ein wahres Wechselbad. Nichts wollte dem 35-Millionen-Euro-Zugang vom Absteiger VfB Stuttgart gelingen. Pavard erntete schon Pfiffe nach der x-ten missglückten Flanke, draußen lief sich bereits sein Landsmann Corentin Tolisso warm. Und dann? Versenkte Pavard einen Volleyschuss als Aufsetzer nach Flanke von Perisic, dem erst auch wenig gelang.

Benjamin Pavard erlebte ein Wechselbad der Gefühle. © APA/afp / CHRISTOF STACHE


Dies war der Dosenöffner für die Bayern, die sich nun in einen Rausch spielten. Noch vor der Pause zirkelte Alaba einen Freistoß in die Maschen (34.), nach der Pause revanchierte sich Pavard bei Perisic mit einer Maßflanke, die der Kroate nur mehr eindrücken musste (54.). Coman traf später nach einer Ecke von Joshua Kimmich, der wieder im Mittelfeld spielte. Die Bayern konnten dann noch von der Bank nachlegen. Thomas Müller, der Coutinho ablöste, bereitete die Tore von Lewandowski und des mit eingewechselten Davies vor.
Schalke siegt dank zweier Eigentore
Was sonst noch interessant war am Samstagnachmittag? Der FC Schalke 04 profitierte beim 3:0 gegen Hertha BSC von zwei Eigentoren und feierte seinen ersten Saisonsieg. Auch Aufsteiger 1. FC Köln jubelte durch einen Treffer in der Nachspielzeit beim 2:1 beim SC Freiburg über die ersten drei Punkte in dieser Spielzeit. Der zweite Neuling SC Paderborn holte durch ein 1:1 beim VfL Wolfsburg immerhin den ersten Punkt. Die Partie der ambitionierten Verfolger Bayer Leverkusen und TSG 1899 Hoffenheim endete trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten torlos.

Bundesliga, 3. Spieltag
Samstag-Nachmittags-Spiele

FC Bayern – Mainz 6:1
0:1 Boetius (6.), 1:1 Pavard (36.), 2:1 Alaba (45.), 3:1 Perisic (54.), 4:1 Coman (64.), 5:1 Lewandowski (78.), 6:1 Davies (80.)

Bayer Leverkusen – Hoffenheim 0:0

Wolfsburg – Paderborn 1:1
0:1 Souza (12.), 1:1 Brekalo (56.)

Freiburg – Köln 1:2
1:0 Eigentor Czichos (40.), 1:1 Modeste (52.), 1:2 Skhiri (90.)

Schalke – Hertha 3:0
1:0 Eigentor Stark (38.), 2:0 Eigentor Rekik (48.), 3:0 Kenny (85.)


Samstag um 18.30 Uhr
Union Berlin – Borussia Dortmund
Die Tabelle:
SPGUVTVP
1. RB Leipzig33009:29
2. Bayern München321011:37
3. VfL Wolfsburg32106:27
4. Bayer Leverkusen32106:37
5. Bor. Dortmund32019:56
6. SC Freiburg32017:36
7. Eintracht Frankfurt32014:36
8. Bor. M. Gladbach31114:44
9. FC Schalke 0431113:34
9. 1899 Hoffenheim31113:34
11. 1. FC Union Berlin31114:64
12. Fortuna Düsseldorf31025:63
13. Werder Bremen31026:83
14. 1. FC Köln31024:63
15. SC Paderborn30124:71
16. FC Augsburg30124:91
17. Hertha BSC Berlin30122:81
18. FSV Mainz 0530032:120

Autor: dpa/det

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