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Thomas Müller, Leroy Sane und Robert Lewandowski: Bayern ließ Leipzig keine Chance. © APA/afp / RONNY HARTMANN

Pfiffe und Punkte: Bayern glänzen gegen Leipzig

Dreieinhalb Monate nach seinem freiwilligen Abgang aus Leipzig kehrt Julian Nagelsmann als Bayern-Trainer nach Sachsen zurück. Für den 34-Jährigen wird es ein triumphaler Abend.

Pfeifkonzerte, Traumtore, drei Punkte: Trainer Julian Nagelsmann hat bei seiner Leipzig-Rückkehr das Komplettpaket Bundesliga-Fußball genossen und mit dem FC Bayern München souverän gewonnen. Durch das 4:1 an alter Wirkungsstätte bei RB Leipzig kletterten Nagelsmanns Bayern am Samstagabend auf Platz zwei der Tabelle. Vor 34.000 Zuschauern sorgten Robert Lewandowski (12. Minute/Handelfmeter), der eingewechselte Jamal Musiala (47.), Leroy Sané (54.) und Joker Eric Maxim Choupo-Moting (90.+2) für den dritten Liga-Sieg nacheinander. Konrad Laimers toller Fernschuss (58.) gab den teilweise überforderten Leipziger kurz Hoffnung.


Nagelsmanns Arbeitstag in der alten Heimstätte hatte erwartet unangenehm begonnen. Als der Ex-Trainer um 18.00 Uhr zum TV-Interview in unmittelbarer Nähe das Leipziger Fanblocks ging, wurde er mit einem Pfeifkonzert begrüßt. „Das kam nicht überraschend, ein Stück weit normal im Fußball, Emotionen gehören dazu“, sagte der 34-Jährige, der im Sommer nach zwei Jahren in Sachsen zu den Bayern gewechselt war. Die RB-Fans sind sauer, da Nagelsmann entgegen seiner Ankündigung Kapitän Marcel Sabitzer und diverse Assistenten mit nach München nahm.

Musiala macht den Unterschied
Mit Anpfiff hatte sich die Pfeiferei jedoch erledigt. Leipzig gab zunächst den Ton an, doch die Luft wurde dem mit nur einem Sieg aus drei Spielen in die Saison gestarteten Vizemeister schnell genommen. Kevin Kampl ging in einem Zweikampf mit Leon Goretzka im Strafraum mit dem Arm zum Ball. Schiedsrichter Deniz Aytekin nahm die Situation zunächst nicht wahr, entschied nach Videobeweis allerdings zurecht auf Strafstoß. Den verwandelte Lewandowski sicher – und traf übergreifend im 14. Bundesliga-Spiel in Serie.

Leipzig und Bayern lieferten sich ein packendes Duell. © ANSA / FILIP SINGER


Die Bayern sind dadurch auf den Geschmack gekommen und begeisterten mit tollen Offensivaktionen. Wermutstropfen: Serge Gnabry musste vor der Pause verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Musiala. Und der nahm Leipzig kurz nach dem Wechsel endgültig den Mut. Nach einer wunderbaren Kombination über Goretzka und Alphonso Davies über die linke Seite, zog der Jung-Nationalspieler flach und unhaltbar in die lange Ecke ab. Zwar ließ Lewandowski (49.) die nächste Großchance aus, doch nach einer erneut von Musiala eingeleiteten Kombination war Sané mit dem dritten Tor zur Stelle.
Laimers Traumtor ist zu wenig
Dann war wieder Zeit für etwas Leipziger Emotionen. Laimers Schuss aus gut 20 Metern war selbst für Manuel Neuer zu viel und sorgte für leise Hoffnungen auf eine Aufholjagd. Als Nagelsmann in der 59. Minute Sabitzer einwechselte, versuchten es die Leipziger Anhänger mit dem nächsten lauten Pfeifkonzert.

Wurden mit einem Pfeifkonzert empfangen: Julian Nagelsmann (rechts) und Marcel Sabitzer. © APA/afp / RONNY HARTMANN


Beeindruckt hat das die Bayern nicht, sie sind anderes gewohnt. Und so hatte Leipzig zwar noch einige Möglichkeiten, brachte München aber nie wirklich in Gefahr. Zumal Trainer Jesse Marsch lediglich positionsbezogen wechselte und keinen zweiten Stürmer brachte. Der eingewechselte Choupo-Moting sorgte in der Nachspielzeit sogar noch für den höchsten Bayern-Sieg in Leipzig.

Den Bericht zu den Nachmittagsspielen gibt es hier.

Bundesliga, 4. Spieltag
RB Leipzig – FC Bayern 1:4
0:1 Lewandowski (12.), 0:2 Musiala (47.), 0:3 Sane (54.), 1:3 Laimer (58.), 1:4 Choupo-Moting (90.+2)

Bayer Leverkusen – Dortmund 3:4
1:0 Wirtz (9.), 1:1 Haaland (37.), 2:1 Schick (45.+1), 2:2 Brandt (49.), 3:2 Diaby (55.), 3:3 Guerreiro (71.), 3:4 Elfmeter Haaland (77.)

Freiburg – Köln 1:1
0:1 Modeste (34.), 1:1 Eigentor Czichos (89.)

Greuther Fürth – Wolfsburg 0:2
0:1 Nmecha (10.), 0:2 Elfmeter Weghorst (90.+1)

Hoffenheim – Mainz 0:2
0:1 Burkhardt (21.), 0:2 Ingvartsen (77.)

Union Berlin – Augsburg 0:0
Tabelle
SPGUVTVP
1. VfL Wolfsburg44006:112
2. Bayern München431013:410
3. Bor. Dortmund430113:99
4. FSV Mainz 0543016:29
5. SC Freiburg42206:48
6. Bayer Leverkusen421112:67
7. 1. FC Köln42118:67
8. 1. FC Union Berlin41305:46
9. 1899 Hoffenheim41128:74
10. VfB Stuttgart41128:94
11. Bor. M. Gladbach41125:84
12. RB Leipzig41035:63
13. VfL Bochum41034:63
14. Arminia Bielefeld40313:53
15. Eintracht Frankfurt40314:73
16. Hertha BSC Berlin41035:113
17. FC Augsburg40221:82
18. Greuther Fürth40132:111

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