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Ein umstrittener Elfmeter verhalf Kiel zum Sieg. © APA/afp / LEON KUEGELER

„Skandal“-Elfmeter im DFB-Pokal

Ein unberechtigter Elfmeter leitet den Sieg von Kiel in Essen ein. Der Zweitliga-Zweite steht erstmals im Pokal-Halbfinale.

Holstein Kiels Trainer Ole Werner stieß nach dem vereinshistorischen Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale nur einen kurzen Jubelschrei aus, der geschlagene Gegner Rot-Weiss Essen haderte mit einem Skandal-Elfmeter. Der Bayern-Schreck beendete das Cup-Märchen des Viertligisten am Mittwoch an der Hafenstraße und erreichte erstmals in der Vereinsgeschichte die Vorschlussrunde des DFB-Pokals.


Im zweiten Viertelfinalversuch nach 2012 klappte es mit dem Einzug in die Vorschlussrunde. Die Kieler trafen gegen den forschen Außenseiter vorentscheidend mit einem Doppelschlag innerhalb von 113 Sekunden durch Alexander Mühling (26./Foulelfmeter) und Janni Serra (28.). Allerdings war der Elfmeter-Pfiff zum 0:1 eine klare Fehlentscheidung: Essens Dennis Grote rutschte links im Strafraum von hinten heran, Kiels Finn Porath kam zu Fall, der Schiedsrichter gab direkt Elfmeter. Ein Kontakt war in der Zeitlupe nicht eindeutig zu erkennen. Doch der Video-Schiedsrichter griff nicht ein.

„Für mich ist das ein Riesen-Skandal“, schimpfte Essens Vorstandschef Marcus Uhlig schon zur Pause bei Sky: „Da fragt man sich schon, ob da alle geschlafen haben. Und ich bin sicher: Wenn es den Elfer nicht gibt, fällt auch das 0:2 nicht.“ Auch Trainer Christian Neidhart verstand nicht, warum der Video-Referee nicht eingriff, betonte aber: „Wir können alle ganz stolz sein auf die Pokalserie, die wir gespielt haben.“ Für das dritte Gegentor sorgte Joshua Mees in der 90. Minute.

Autor: dpa

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