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Uli Hoeneß bezog hinsichtlich der Arbeit des DFB deutlich Position. © AFP / CHRISTOF STACHE

„Unfähig und kein Konzept“ – Hoeneß mit Rundumschlag

Auch mit bald 70 Jahren hört man immer wieder die Stimme von Uli Hoeneß in der Welt des Fußballs hallen. Der Ehrenpräsident des FC Bayern hat sich vor Kurzem kritisch über die momentanen Verhältnisse im Fußball geäußert und ging vor allem mit dem DFB hart ins Gericht.

So richtig in den Ruhestand ging es für den ehemaligen Manager noch nicht. Trotzdem konnte Hoeneß in den vergangenen Monaten an Abstand zu seinem Herzensverein gewinnen. „Ich bin fast nicht mehr an der Säbener Straße, schaue mir allerdings alle Spiele an.“ Während der Weltmeister von 1974 mit dem Zustand des FC Bayerns zufrieden ist, kann er hinsichtlich der Arbeit des DFB keineswegs dasselbe behaupten.


Auf den deutschen Fußball würden demnächst sehr harte Jahre zukommen. „Weil die ganzen Strukturen kaputt sind in der Nachwuchsarbeit, im Amateurbereich, in den kleinen Vereinen. Der DFB ist unfähig. Das sind die Probleme und der DFB hat kein Konzept“, unterstrich er gegenüber dem kicker. Von einer möglichen Beraterroller beim DFB will er indes nichts wissen: „Nein, nein, da würde ich mich jedes Mal so aufregen, dass ich einen Herzinfarkt bekäme.“

Ohne Corona hätte man goldene Zeiten
Aber auch in der restlichen Fußballwelt macht Hoeneß einige Probleme aus. Den steigenden Einfluss von Investoren im Fußball müsse man beispielsweise kritisch beäugen. Dem gegenüber setzte er die Leistungen des FC Bayern in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten – die durch Corona jedoch eingebremst wurden. „Wäre Corona nicht, hätten wir beim FC Bayern die goldenen Zeiten. Aber es nützt ja nichts, wir müssen uns mit der Pandemie auseinandersetzen“, stellte er fest.

In der Premier League wurden zuletzt mehrere Spiele abgesagt. © APA/afp / GLYN KIRK

Dass man angesichts der steigenden Bedrohung durch die neue Omikron-Variante zu nachlässig reagiert, stimmt Hoeneß zudem nachdenklich. Vor allem in England würde man zu viel aufs Spiel setzen. „Jedes Stadion ist voll, auch die Pubs, alles ohne Masken. Und dann haben die Engländer das Problem, dass sie den größten Scharlatan aller Zeiten als Premierminister haben. Er hatte selbst Corona und hat immer noch nichts gelernt“, wetterte Hoeneß über die Verhältnisse in Großbritannien.

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