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Sandro Wagner gibt bei der SpVgg Unterhaching die Kommandos. © SpVgg Unterhaching

Unterhaching in Schlanders: Der Trainer ist der Star

Wenn die SpVgg Unterhaching dieser Tage ihr Trainingslager in Schlanders abhält, sind alle Augen auf den Trainer gerichtet: Ex-Bayern-Stürmer Sandro Wagner.

Es ist bereits das 6. Mal, dass der Münchner Vorstadtklub seine Trainingszelte in Schlanders aufschlägt. Heuer ist jedoch vieles anders. Die Hachinger, die in der vergangenen Saison von der 3. Liga in die Regionalliga Bayern abgestiegen sind, stehen nämlich vor einem großen Umbruch. So sind extrem viele junge Spieler beim Trainingslager im Vinschgau mit dabei – genauso wie Neo-Trainer Sandro Wagner.


Der ehemalige Stürmer des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft, der während seiner Karriere auf insgesamt 180 Bundesligaspiele (44 Tore) und 8 Länderspiele (5 Tore) kam, wurde am vergangenen Freitag – also unmittelbar vor der Abreise nach Südtirol – zum Chefcoach ernannt. Dabei hatte der 33-Jährige erst im März die A-Junioren der Spielvereinigung übernommen und stieg mit der U-19 vor kurzer Zeit in die Bundesliga auf. Doch nicht nur mit seiner Arbeit als Jungendtrainer machte sich Wagner in den letzten Monaten einen Namen, sondern auch als Experte und Co-Kommentator für den Streamingdienst DAZN (während der EM übt er diese Funktion für das ZDF aus) wird er geschätzt.

„Sandro wohnt in Unterhaching und hat den Verein immer verfolgt.“
Manfred Schwabl

Manfred Schwabl ist seit 2012 Präsident der SpVgg Unterhaching.

„Sandro wohnt in Unterhaching und hat den Verein immer verfolgt. Er hat in seiner Arbeit als Jugendtrainer bewiesen, dass er viel Empathie besitzt und unglaublich akribisch ist. Zudem wollen wir in der Regionalliga Bayern viele Jugendspieler einbauen. Auch daher passt er wie die Faust aufs Auge zu unserer Ausrichtung“, sagte Präsident Manfred Schwabl, der als Spieler unter anderem für den FC Bayern und 1860 München auflief, gegenüber SportNews.

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Schwabl traut Wagner eine große Trainer-Karriere zu
Der Unterhaching-Präsident kommt in Bezug auf seinen neuen Chefcoach, der in dieser Saison parallel seinen Trainerschein macht, regelrecht ins Schwärmen: „Er spricht Dinge klar an. Er redet auch nicht jedem nach dem Mund. Trotzdem lässt er nie den Ex-Profi raushängen, sondern kommuniziert auch mit jedem Jugendspieler auf Augenhöhe. Das schätze ich besonders an ihm.“ Auf die Frage, ob Schwabl Wagner eine große Trainer-Karriere zutraue, entgegnete er: „Absolut. Er war als Jugendtrainer immer als Erster im Büro und überlässt nichts dem Zufall. Zudem ist er immer ehrlich und spricht alles offen an. Als Spieler hat er sowieso alles erlebt.“

Zum 6. Mal gastiert Unterhaching in Schlanders. © SpVgg Unterhaching

In der nächsten Saison wird der ehemalige Bundesliga-Klub in der Regionalliga Bayern vor allem auf die eigenen Jugendspieler setzen. Zudem soll die Achse mit Kapitän Markus Schwabl (der Sohn des Präsidenten spielte bereits in der dritthöchsten englischen Spielklasse bei Fleetwood Town), Mittelfeldspieler Dominik Stahl (spielte lange in der 2. Bundesliga bei 1860 München) und Stürmer Stephan Hain (lief in der Bundesliga für den FC Augsburg auf) an Bord bleiben. Angesprochen auf den Abstieg in der vergangenen Spielzeit, sagte Schwabl: „Das war eine Watschn. Vielleicht hat es aber so kommen müssen und wir wollten einfach zu viel. Die Botschaft wird jetzt sein, noch mehr auf den Charakter der Spieler zu achten und noch mehr junge Spieler einzubauen.“
„Hier passt einfach alles.“
Manfred Schwabl über das Trainingslager in Schlanders
Schwabl, der in der bayerischen Fußball-Szene bekannt ist wie ein bunter Hund, hat aber nicht nur eine hohe Meinung von seinem neuen Trainer, sondern auch den Gegebenheiten in Schlanders: „Hier passt einfach alles. Die ganze Umgebung, die Bodenständigkeit, die Ruhe und die Art der Leute. Das passt zu 100 Prozent zu unserem Klub. Ich war schon immer Südtirol-Fan. Für uns gibt es nix besseres. Deshalb wollen wir auch in Zukunft immer nach Schlanders fahren.“

Schlagwörter: Fussball

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