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Die Ajax-Spieler werden von ihren Fans gefeiert. © APA/afp / ADRIAN DENNIS

Ajax-Bubis verzaubern Romantiker

Ein Wunder, pure Magie, ein Geschenk für die Menschheit: Die niederländischen Zeitungen überschlugen sich nach der nächsten magischen Nacht der Ajax-Bubis mit Superlativen.

Durch das 1:0 im Halbfinal-Hinspiel bei Tottenham Hotspur schrieb Ajax Amsterdam weiter an seinem Champions-League-Märchen und verzauberte auch am Dienstagabend europaweit wieder die Fußball-Romantiker.

„Gegen Ajax sehen Spitzenteams aus wie Amateure“, schwärmte Rafael van der Vaart, Ex-Star von Ajax und des Hamburger SV, beim Sender NOS. „Sie können Geschichte schreiben. Und das mit einer so jungen Mannschaft und solch attraktivem Fußball“, sagte Sky-Experte Lothar Matthäus.

„Diese Mannschaft hat die Ehre von so manchem Spitzenclub verletzt“
Die Zeitung „De Volkskrant“ wurde poetisch angesichts des Märchens vom Außenseiter, der sich durch drei Qualifikationsrunden schlagen musste, in der Vorrunde dem FC Bayern mit zwei Unentschieden die Stirn bot und schließlich erst Titelverteidiger Real Madrid und dann Juventus rauswarf. „Diese Mannschaft hat die Ehre von so manchem Spitzenclub verletzt. Mit Fußball, der von Herzen kommt“, schrieb das Blatt: „Das ist ein Geschenk für den Fußball liebenden Teil der Menschheit.“ Und das auch im Land des unterlegenen Teams. „Dieser jungen und furchtlosen Mannschaft zuzusehen, ist eine absolute Freude“, schrieb der „Daily Mirror“.

Donny van de Beek war der überragende Mann auf dem Feld. © AP / Kirsty Wigglesworth


In den Niederlanden herrscht Euphorie um das Team, das Trainer Erik ten Hag – einst Coach der zweiten Mannschaft des FC geformt hat. 4,1 Millionen Zuschauer sahen die Partie am Dienstag, es war die höchste Einschaltquote, die je bei einem Vereinsspiel im niederländischen Fernsehen verzeichnet wurde. Zuvor hatte die Liga eigens einen kompletten Spieltag verlegt, damit Ajax genug Vorbereitungszeit blieb.

Jungstars weit und breit
Ajax zahlte in London zurück. Der englische Sky-Experte Jamie Carragher prophezeite: „De Jong und De Ligt sind künftige Superstars.“ Aus dem Schatten von Frenkie de Jong (21), den sich der FC Barcelona schon für 75 Millionen Euro sicherte, und Matthijs de Ligt (19), dem jüngsten Kapitän in einem Champions-League-Halbfinale, trat in London Donny van de Beek (22), der das Spiel nicht nur überragend gestaltete, sondern auch noch den Siegtreffer in der 15. Minute erzielte.

Am kommenden Mittwoch kann Ajax ins Endspiel einziehen und wäre damit der erste Finalist seit 2004, der nicht aus den vier großen Ligen England, Spanien, Deutschland und Italien kommt.

Autor: dpa/det

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